Vom Gestell zur individuell gefertigten Brille

Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich täglich Kontaktlinsen trage. Folglich kommt meine Brille eher selten zum Einsatz. Dennoch gibt es diese „Jogginghosen-Momente“ wenn ich abends nach Hause komme oder am Wochenende Marathon auf Netflix laufe, in denen ich einfach keine Lust auf Linsen habe und eine Brille mit zum Rundum-Wohlwohl-Outfit gehört. Denn Fakt ist: eine Brille belastet die Augen nicht, wenn sie korrekt auf die jeweilige Sehstärke abgestimmt ist. Eine individuell angefertigte Brille übernimmt also quasi die Funktion der Linse ohne das Auge zusätzlich zu belasten.

Voraussetzung dafür: ein Gestell das von einem Fachmann angepasst wird und wie angegossen auf der Nasenspitze sitzt! Deswegen empfehle ich als langjähriger Brillenträgerin den Gang zum Optiker: der berät nicht nur persönlich bei der Auswahl des Gestells, sondern kann die Brille schlussendlich auch individuell anpassen.

Wie ich mein perfektes Brillengestell bei Filia76 gefunden habe, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Das Sehprofil

Wenn ihr also das perfekte Gestell ausgesucht habt, geht’s ans Finetuning: zunächst einmal wird ein sogenanntes Sehprofil angelegt. Das tut weder weh, noch ist es kompliziert. Bei Filia76 zum Beispiel, bekommst du einige Fragen zu deinem Alltag und Sehverhalten gestellt:

  1. Wie viel Zeit verbringst du am Rechner bzw. Handy?
  2. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus (Schreibtisch, Rechner, Maschinen …)?
  3. Wie gestaltet sich dein Leseverhalten – Liest du eher digitale oder Print-Medien? Bevorzugst du dabei eine sitzende oder liegende Körperposition?
  4. Fährst du Auto?
  5. Bist du lichtempfindlich?
  6. Siehst du Doppelbilder?
  7. Trägst du Kontaktlinsen?

Daraus lassen sich ganz individuelle Ansprüche an deine neue Brille ableiten. Einfache Fragen, die also einen großen Unterschied machen können und einen entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu deiner individuell gefertigten Brille darstellen.

Die Sehstärkenbestimmung

Der Sehtest kann entweder beim Augenarzt oder vor Ort beim Optiker durchgeführt werden. Der Test empfiehlt sich immer dann, wenn Beschwerden oder Einschränkungen beim Sehen auftreten. In der Regel ist das Ergebnis der Messung dann ein positiver oder negativer Wert (Weitsichtigkeit/Kurzsichtigkeit). Zudem wird das Auge auf eine Hornhhautverkrümmung überprüft und nicht nur jedes Auge einzeln, sondern auch das Zusammenspiel beider Augen gecheckt.

Tipp:
Es empfiehlt sich, den Sehtest gleich morgens zu machen. (Gerade Kontaktlinsen-Träger achten bitte darauf, die Linsen erst nach dem Test einzusetzen.)
Warum? Weil dann das Auge noch frisch und munter ist und somit zuverlässige Werte gemessen werden können.

Liegt eine Fehlsichtigkeit vor, kann diese mit einer Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Die korrekte Messung im Voraus ist also essenziell, um auf Basis der sogenannten Korrektionswerte die neue Brille perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

Schritt 1: Die Vormessung (objektive Messung)

Die objektive Augenmessung dauert nur wenige Minuten: bei Filia76 wird man dazu in ein Nebenzimmer gebeten, setzt sich hin und schaut durch das sogenannte Refraktometer. Indem der Optiker dann die vorgeschalteten Linsen scharf stellt erkennt er, wie viel Korrektur bei der vorliegenden Fehlsichtigkeit benötigt wird. Früher erfolgte das Scharfstellen noch manuell, heute machen das modernste Geräte ganz von alleine. Deswegen wird dieser Teil des Sehtest mittlerweile auch als Computersehtest bezeichnet.

Wichtig:
Die automatische Messung mit dem Refraktometer ist immer nur ein grober Richtwert! Der Computersehtest ist also keine zuverlässige Sehstärkenbestimmung und der Optiker bzw. Augenarzt sollte die Ergebnisse immer anhand einer subjektiven Messung kontrollieren.

Schritt 2: Die Sehstärkenbestimmung (subjektive Messung)

Die subjektive Augenmessung ist etwas aufwändiger als die erste Messung und das Verfahren, welches wir meist im Sinn haben, wenn wir an einen klassischen Sehtest denken: auf Tafeln oder Projektionen werden Buchstaben in unterschiedlicher Größe eingeblendet, die vorgelesen werden müssen. Dabei setzt man eine Messbrille auf, die zwar reichlich komisch ausschaut, aber ihren Zweck durchaus erfüllt: von der Seite schiebt der Optiker immer wieder neue Gläser mit verschiedenen Sehstärken in das Gestell, bis der Blick auf die schwarzen Zeichen optimal geschärft ist und die perfekten Messwerte gefunden sind.

Schritt 3: Die Augeninnendruck Messung

900.000 Deutsche leiden unter Grünem Star. Bei dieser Erkrankung schädigt ein hoher Druck innerhalb des Auges den Sehnerv und kann im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung führen.
Als reine Früherkennungsmaßnahme zählt die Messung des Augeninnendrucks in Deutschland zu den individuellen Gesundheitsleistungen und wird von der Krankenkasse nicht übernommen – Kostenpunkt ca. 20,00€. Bei Filia76 gehört Prävention mit zum Service: wer einen Sehtest machen lässt, bekommt automatisch auch die Möglichkeit seinen Augeninnendruck überprüfen zu lassen.

Schritt 4: Die Zentrierung der Brillengläser

Wenn das Gestell ausgesucht und alle Werte notiert sind, fehlt noch ein letzter wichtiger Schritt.
Damit die Gläser bei der Brillenfertigung millimetergenau in die Fassung eingearbeitet werden können, müssen der Augenabstand und die Einschleifhöhe bestimmt werden. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Bei Filia76 wird einfach das Brillengestell auf die Nase gesetzt und mit Hilfe eines Tablets zwei Fotos gemacht, die automatisch alle Werte digital ermitteln.

Nach ungefähr 45 Minuten sind die Messungen abgeschlossen und der Optiker hat alle Informationen die er braucht, um die auserkorene Brillenfassung individuell anzupassen. Nun beginnt der aufwändige handwerkliche Prozess: in der hauseigenen Werkstatt wird das Rohglas angepasst und in mühevoller Handarbeit eingesetzt.
Für mich heißt es also an dieser Stelle noch etwas Geduld, bis ich meine individuell angepasste Brille endlich mit nach Hause nehmen kann.

* in freundlicher Zusammenarbeit mit Filia67 / Kooperation, unbezahlte Werbung

 

 

 

 

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