Schlagwort: Gedankengut

All die schönen Erinnerungen – ich halt sie hoch!

Danke 🙏🏼 2016! Du warst einzigartig, fantastisch, überwältigend und wunderbar! 🌟
Die letzten Tage habe ich des Öfteren mein Jahr Revue passieren lassen und ich bin selbst vollkommen überwältigt wie toll es war. #mein2016 war perfekt! Da haben sich einige Knoten gelöst und ich habe Ballast abgeworfen den ich seit Jahren mit mir rum schleppe.

Manche Wege haben sich getrennt aber dafür sind andere ganz tolle Menschen in mein Leben getreten die mir unglaublich ans Herz gewachsen sind, mit mir lachen, weinen, schimpfen und Spaß haben. Ich habe die Welt ein Stückchen mehr entdecken dürfen und mich dabei selbst wieder gefunden. Ich bin bereit: 2017 darf jetzt kommen aber es darf gerne genau so weiter gehen. 🙃

#mountaingirls #staywild

Nach dem Oben wurde ich ein anderer unten

Wenn ich dieses Foto sehe kommen mir jedes Mal fast die Tränen. So viele Erinnerungen hängen an diesem Moment. Ich stehe dort oben mitten in den Alpen und habe Wochen und Monate des Zweifels hinter mir. Viele Nächte habe ich mich schlaflos von einer Seite auf die andere gewälzt und bin rastlos durch den Tag gestürmt. Aber dort oben, da habe ich den Weg zurück zu mir gefunden. Den Zugang zu meinen eigenen Ich. Die Ruhe in mir Selbst. Meine Kraft. Mein Antrieb. Und deswegen bin ich aus tiefster Seele unendlich dankbar, dass ich im September dort stehen durfte! Die Berge haben mich vor dem Ertrinken gerettet.

#mountaingirl

KUHNICORN

Es war einmal ein #Kuhnicorn namens Berta. Bertas Mama war war eine Kuh. Bertas Papa war ein Einhorn.

Berta war anders als alle Kühe auf der Weide, denn sie hatte ein buntes Horn. Berta war aber auch anders als alle Einhörner dieser Welt, denn sie hatte einen dicken Hintern und braunes Fell. Trotzdem hatte Berta viele Freunde, denn Berta war ein glücklicher Zeitgenosse: sie strahlte übers ganze Gesicht und hatte stets ein offenes Ohr für alle.

Mit ihrem bunten Einhorn erfüllte sie jeden Wunsch und half anderen ihre Sorgen und Kummer zu vergessen.
Egal ob Einhorn oder Kuh: Berta gehört einfach dazu!
#spreadlovenothate

Neulich beim Ausmisten …

Jeder hat dieses eine Kleidungsstück das jahrelang getragen wird. Bei dem einen ist es eine Jeans, bei dem anderen eine Jacke oder Pullover. Lange Zeit fühlen wir uns pudelwohl damit, aber dann, eines Tages, schauen wir in den Spiegel und merken, dass irgend etwas nicht ganz stimmig ist: es passt nicht mehr. Es ist aus der Mode gekommen oder der eigene Stil hat sich geändert, abgetragen, ausgewaschen, aus der Form geraten. (…)

Eine Klamotte die sich über Jahre bewährt hat ist in manchen Lebenssituationen äußerst praktisch: man weiß was man dran hat, muss nicht mehr auf die Waschanleitung achten und ist mit einem sicheren Griff in den Schrank im handumdrehen alltagstauglich angezogen.

Aber manchmal kommt einfach der Zeitpunkt, da muss zur Abwechslung mal was aktuelles her. Mit Pepp und neuer Waschanleitung! Wenn dieser Zeitpunkt kommt kostet es dennoch nach all der gemeinsamen Zeit große Überwindung das ehemals perfekte Lieblingsteil auzurangieren. Deswegen packen wir es erst einmal nach ganz hinten in den Schrank, immer im Hinterkopf wissend: es ist noch da. Für den Notfall!👖👗👠

AUSSORTIEREN

Ein Schritt vor den anderen setzend sortiere ich meine Gedanken: Kiste auf. Gedanken raus. Drehen. Wenden. Fühlen. Aussortieren. Noch mal genauer hinschauen. Eigentlich gar nicht so übel. Kurz nachdenken. Weg sortieren. In eine andere Kiste. So geht es weiter. Und wenn der Tag sich dem Ende neigt ist alles geordnet. 🍄🍂👞
#wanderlust

Augen zu und tanzen

Wir sind so viel am reden. Wir haben vor lauter Reden gar keine Zeit zum Leben. Doch dann kommt der Regen. Wäscht alles graue wieder bunt. Die Zeit steht still. Ich bin gefangen im Augenblick. Hab ganz vergessen was das heißt, wenn der Regen mit uns tanzt. Komm, nimm meine Hand, mach die Augen zu und tanz! 💕
#weilregenschirmweg

Das Glück schmeckt nach Salami

Seit zwei Tage hatte ich einen unbändigen Heißhunger auf Salami. Am dritten Tag trieb mich während des schier endlosen Abstiegs von der Seescharte nach Zams immer nur der Gedanke an den Metzger weiter bergab. Leider trennten mich allerdings noch 2,5 Stunden Fußmarsch von meinem Ziel. Diese Etappe wollte und wollte einfach kein Ende nehmen: die Füße schmerzten, der Rucksack wurde immer schwerer und die Konzentration lies nach. Es war dringend Zeit für eine kleine Pause.

Also saß ich dort vor dieser Hütte, in Gedanken bei meinen Salami Sticks, als einer meiner Mitwanderer plötzlich eine ganze Wurst aus seinem Rucksack zieht und mir ein Stück anbietet. Heißhungrig beiße ich in das salzige Stück Fleisch hinein und spüre, wie mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Ich beiße ein zweites Mal zu und denke mir, wie schön das Leben doch ist. Ich schließe die Augen und strecke mein Gesicht gen Himmel. Ein Lachen steigt in mir hoch. Freude durchflutet meinen ganzen Körper. Mit einem dritten, letzten Biss verschlinge ich den Rest meiner Salami. Und noch während ich dem Geschmack der Wurst in meinem Mund nachspüre, durchfährt mich plötzlich eine grundlegende Erkenntnis: über nichts im Leben hätte ich mich gerade so gefreut wie über dieses kleine Stück Salami!

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Ich frage mich, wann ich das letzte Mal ein derart überwältigendes körperliches Glücksgefühl empfunden habe. In meinem Kopf spielt sich ein Film ab: alle Erfolgssituationen die ich in den letzten Jahren erlebt habe, laufen an meinem inneren Auge vorbei. Ich denke daran, wie ich das erste mal eine Gehaltserhöhung ausgehandelt habe. Klar, empfand ich damals eine gewisse Zufriedenheit, aber nicht im Mindesten das wilde körperliche Gefühl, welches mir eben dieses einfache Stück Salami verschafft hat. Ich kann mich an keine Situation erinnern, die mich in einen derartigen Gefühlszustand versetzt hat – außer vielleicht als ich das letzte Mal so richtig frisch verliebt war. In diesem Moment, mitten im Nirwana der österreichischen Alpen wird mir schlagartig bewusst, dass ich vor meiner Reise einen solch unscheinbares Stück Salami niemals zu würdigen gewusst hätte. Wie so viele Menschen in meinem privaten und beruflichen Umfeld habe ich Glück mit Geld und Wertschätzung gleichgesetzt. Und je mehr Geld ich zur verfügung hatte, desto teurer musste die Belohnung ausfallen um mich glücklich zu fühlen. Meine “Glücksschwelle” stieg also immer weiter nach oben.

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Die Alpenüberquerung hat mich eines besseren belehrt und mich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: meine Glücksschwelle senkt sich mit jedem Tag den ich unterwegs bin. Jeder einzelne Kilometer auf dieser Wanderung zeigt mir immer wieder auf, was ich wirklich brauche: Wasser, Essen und eine warme Jacke – und all das, wiegt nur wenige Kilo und passt problemlos in meinen Rucksack. Alles was über eben jenes Mindestmaß hinaus geht, verschafft mir hier oben in den Bergen ein überwältigendes Glücksgefühl: die erste warme Dusche nach drei Tagen, der erste Sonnenstrahl nach 6 Stunden Regen – oder eben ein unerwartetes Stück Salami von einem Mitwanderer.

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