Skifahren lernen – Pack ma’s!

Powder überall. Strahlend Blauer Himmel. Das Gefühl unendlicher Freiheit, ein strahlendes Lächeln im Gesicht und Vollbeat auf den Ohren: wer auf Skiern den Berg runter düst sieht aus wie vom Glück höchstpersönlich geküsst. Wer das Skifahren als Kind gelernt hat, hat es im Gefühl und kann sich das Leben meist gar nicht mehr ohne vorstellen. Wohl dem, der in den Bergen aufgewachsen ist. Aber dann gibt es noch solche wie mich: Menschen die mit Mitte Zwanzig noch kein einziges mal auf Brettern gestanden haben und ziemlichen Respekt davor haben dies zu ändern.

Als ich im vergangenen Sommer auf dem Pitztaler Gletscher gestanden habe und zu Fuß (!!!) durch den kniehohen Neuschnee von 3.200 Hm hinunter gestapft bin, habe ich mir fest vorgenommen, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, endlich mal den Hintern zusammen zu kneifen, alle Bedenken über Bord zu werfen und das Skifahren zu lernen. Die Vorstellung bei meinem nächsten Gletscherabstieg einfach ganz lässig die Skier anzuschnallen um dann mit elegantem Hüftschwung easypeasy ins Tal zu huschen war schon ganz verlockend und spornte mich an, das Projekt Skifahren endlich mal anzugehen.

Skifahren lernen – KEEP CALM, GO SKIING!

Manchmal ist der Sprung ins kalte Wasser ja bekanntlich die beste aller Methoden. Spontan wie ich bin, landete Anfang November meine Buchungsbestätigung für eine Woche Urlaub im Zillertal in meinem Postfach. Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommt, aber ich dachte mir, wen die Rahmenbedingungen schon mal festgesteckt sind, wird sich das mit dem Skifahren auch irgendwie von selbst ergeben. Meine Vorfreude war groß, die Angst mich auf dem Kinderhügel bereits am ersten Tag komplett zum Affen zu machen noch größer.
Mein Ehrgeiz war also geweckt: bis zum Zillertal musste ich es schaffen bereits einigermassen sicher auf zwei Brettern unterwegs zu sein, denn die Vorstellung eine Woche Urlaub im Kinderwunderland zu verbringen und als aussichtsloser Fall wieder nach Hause zu fahren trieb mir schier den Angstschweiß auf die Stirn.
Die Lösung für mein Problem: die Skihalle in Bispingen.
Anfang Dezember buchte ich ganz kurzfristig einen Skikurs im Snow Dome und bereits einen Tag später saß ich frühmorgens im Auto und schaute meinen ersten Stunden auf zwei Brettern mit gemischten Gefühlen entgegen.

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Nachdem ich meine Skier und Schuhe beim Verleih abgeholt habe, traf ich auf die anderen fünf Teilnehmer des Anfängerkurses. Gemeinsam mit Skilehrer Stefan lernte wir zunächst mal was eine Bindung ist und dass es bei Skiern weder rechts noch links gibt, allerdings jeder Ski individuell auf Körpergewicht und -Größe justiert wird.

Die erste Hälfte des Kurses tummelte wir uns am Übungshang. Kurven fahren, Schneeflug, aufkanten, abbremsen … am flachen Hügelchen klappte das alles schon ganz gut. Nach einer kurzen Mittagspause wurde es dann das erste Mal ernst: Lift fahren. Es gibt tatsächlich einen Schlepplift und einen Sessellift um auch dieses Szenario in der Halle üben zu können. Ich muss gestehen: vor dem Ein- und Aussteigen am Sessellift mit Skiern an den Füßen hatte ich besonders viel Bammel. Aber auch diese Hürde meisterte ich problemlos und stand binnen weniger Minuten vor meiner ersten (Indoor-)Pistenabfahrt. Nach Kurzem sortieren (Welcher ist nun der Talski und welcher der Bergski? ) fuhren wir wie die Entenkinder in großen Serpentinen hinter Stefan den Berg hinunter. Links belasten, rechts belasten, wenns zu schnell wird gleiten wir in den Schneeflug und in den Kurven die Belastung von einem Bein aufs andere bringen. Eeeeasy!
Natürlich fuhr ich nach meinem ersten Besuch in der Skihalle nicht als Profi nach Hause, aber meine ersten Versuche auf den Skiern klappten erstaunlich gut und nach drei Stunden Anfängerkurs war meine Angst vor diesem Sport wie weggeblasen. Skifahren ist kein Hexenwerk!

Mein Fazit nach dem ersten Mail auf Ski

Vom Berg runter kommt man immer! Einzig und allein die Angst meldet sich irgendwann bei steigender Geschwindigkeit zu Wort, also heißt es nun ruhig bleiben und üben, denn wer die Technik beherrscht muss auch das Tempo irgendwann nicht mehr fürchten!

Kategorie Outdoor, Snow

Hej hej, ich bin Lisa. Naturkind, sturmverrückt und Surferbraut im Herzen. Solange der Wind mit meinen Haaren spielt und ich dieses unverkennbare Kribbeln der Freiheit in den Fingerspitzen fühle, schlägt meines kleines Herzchen etwas schneller. Ich glaube an die große Liebe, die Seelenheilung durch heißen Kakao und daran, dass meine roten Gummistiefel Superkräfte verleihen. Ohne Kaffee bin ich morgens nicht aus dem Bett zu kriegen und für ein Blaubeermuffin würde ich selbst das Surfbrett links liegen lassen.

2 Kommentare

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