Kategorie: Travel

Wie kommt die Traube in die Flasche?

Wein kann ich. Praktisch. Theoretisch nicht so wirklich. Deswegen mache ich mich diesen Herbst auf die Suche nach dem Ursprung des guten Tropfens und versuche herauszufinden, wie die Traube in die Flasche kommt.

Klar könnte ich mich hierzu quer durchs Internet lesen, ich bin aber schon immer ein sehr praktisch veranlagter Mensch. Und weil der Lieblingsmensch passender Weise Winzer ist, durfte ich die letzten Tage ein Mini-Praktikum im Weingut Balthasar Ress machen.

Das Wein-Jahr

Die Reise des Weins beginnt am Rebstock. Ein altes Winzersprichwort sagt: “Der Wein wird im Weinberg gemacht.” Während die Reben im Winter schlafen, werden sie im Frühjahr stabilisiert und beim Wachstumsprozess unterstützt. Im Sommer wird es dann das erste Mal spannend: aus den Blüten werden einzelne kleine Mini-Beeren und die Blätter werden teilweise gezielt  vom Rebstock entfernt, sodass die Sonne ihren Weg zu den Trauben findet und ganze Arbeit leisten kann.

Sobald sich der Sommer zum Ende neigt und der Herbst vor der Tür steht, beginnt auf den Weingütern die Hochsaison. Jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Das Wetter wird engmaschig beobachtet und jeder Winzer wartet auf den Tag der Tage wenn der Startschuss für die Weinlese fällt.

Zum Zeitpunkt der Ernte müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Werden die Trauben zu früh geerntet, geht der Winzer das Risiko ein, dass sie noch nicht komplett ausgereift sind. Wartet der Winzer zu lange, steigt die Gefahr, dass die Trauben durch Wettereinflüsse anfälliger für Fäule werden. Generell gilt: je mehr Sonne die Trauben abbekommen haben, desto höher ist der Zuckergehalt. Je mehr Zucker, desto mehr Alkohol.

Die Weinlese 2018 beginnt so früh wie nie

Aufgrund des heißen Sommers, fällt der Startschuss in diesem Jahr besonders früh. Fast 3 Wochen früher als gewohnt, beginnt die Weinlese 2018 und alle packen mit an: die Trauben müssen gelesen werden, bevor das Wetter umschlägt bzw. sie anfangen zu faulen. Geerntet wird entweder ganz traditionell in Handarbeit oder mit der Maschine.
Der Maischewagen hinten am Traktor ist schnell gefüllt und alle sind erleichtert: die Trauben sind kerngesund.

Handlese vs. Ganztraubenpressung

Vom Weinberg aus werden die Trauben zur Weiterverarbeitung ins Weingut gebracht. Während die weißen Trauben vollkommen unversehrt im Ganzen in die Presse wandern (Ganztraubenpressung) und nur der Saft vergoren wird, werden die roten Trauben von Hand entrappt, sortiert und in Holzfässer gefüllt, wo die zerquetschen Trauben samt Schale in der Maische das Gären anfangen.

Everything happens for a Riesling

Bevor wir jetzt aber im Keller abtauchen und uns weiter mit der Herstellung von Wein beschäftigen, muss eine wichtige Frage geklärt werden: Was genau hat es eigentlich mit diesem Riesling auf sich, über den immer alle reden?

Ich hab da mal nachgefragt: der Riesling ist die am häufigsten angebaute Rebsorte in Deutschland und wird deswegen auch die “Königin der Weißweine” genannt. Besonders wohl fühlt er sich in sonnigen Weinbergslagen entlang von Flüssen – womit auch die Frage beantwortet ist, warum 80% der im Rheingau verfügbaren Rebfläche von Riesling beansprucht wird. Aus der Riesling-Traube können die unterschiedlichsten Weine entstehen. Vom “Küchenwein” bis hin zum erlesenen Prädikatswein – der Riesling hat viele Gesichter und aufgrund des natürlichen Säuregehalts eignet sich die Rebsorte sogar zur Herstellung von Sekt.

Soweit der theoretischen Teil. Kommen wir zurück zur Praxis.

Die Geheimnisse der Riesling Herstellung

Das Vorklären
Nach dem Pressen sind im Traubenmost noch die sogenannten Trubteilchen. Um diese zu entfernen, füllt der Kellermeister den Most in Stahltanks, wo er über mehrere Stunden hinweg sich selbst überlassen wird, sodass sich die Trubteilchen langsam absetzen können. Im Anschluss kann das Klare ganz einfach abgezogen werden und ist bereit für die Gärung.

Die Gärung
Durch die im Fruchtsaft enthaltene Hefe setzt bei passender Temperatur der natürliche Gärungsprozess ein (Spontangärung) und der Fruchtzucker verwandelt sich nach und nach in Alkohol und Kohlendioxid.
Teilweise wird der biochemische Gärprozess mit dem Zusatz von Weinhefe unterstützt, um die Umwandlung von Zucker zu Alkohol kontrolliert zu beeinflussen. Ein entscheidender Faktor bei diesem Prozess ist die Temperatur. Da bei der Gärung neben Alkohol auch Wärme entsteht, werden die Stahltanks im Weinkeller dauerhaft gekühlt und die Temperaturen regelmäßig kontrolliert.
Das Kohlendioxid entweicht aus den Tanks über die sogenannten Gärtrichter.

Wichtig: CO2 ist geruchlos, unsichtbar und kann zur Kohlendioxid-Vergiftung oder sogar, aufgrund von Sauerstoffmangel, zur Erstickung führen.
Was lernen wir daraus? Es gibt keinen ungefährlichen Weinkeller!

Gut Ding braucht Weile

Jetzt heißt es abwarten: der Wein reift bis zu 12 Monaten in den Stahltanks, bis er in Flaschen abgefüllt wird. Teilweise werden die neuen Weine erst kurz vor der nächsten Ernte abgefüllt und gehen dann Mitte September in den Verkauf. Es bleibt also spannend in den nächsten Monaten und ich bin gespannt, wie “mein” Wein schmeckt, wenn ich im nächsten Jahr die erste Flasche köpfen darf!

* Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Team vom Weingut Balthasar Rees in Hattenheim. Herzlichen Dank noch mal, dass ihr all meine Fragen so geduldig beantwortet habt und Danke auch dafür, dass ich mit anpacken durfte!

 

Ein Wochenende in Dresden

Wenn ich aus beruflichen Gründen am Wochenende unterwegs bin, dann nutze ich gerne die Gelegenheit, fremde Städte kennenzulernen. Immer wieder aufs Neue stelle ich dabei fest: es gibt so schöne Ecken bei uns in Deutschland! So auch diesmal, als wir ein langes Wochenende in Dresden verbracht haben.

Mit dem Auto geht es von Kassel aus in Richtung Osten. Kurz vor Dresden fahren wir von der Autobahn ab und machen noch einen Abstecher zum Drei Herren Weingut. Hier laden schönste Kunst und feinste Weine zum Entdecken und Genießen ein. Das Weingut selbst schreibt sich die “Philosophie des kontrollierten Nichtstuns” zu: keine Schönung, keine manipulativen Eingriffe, sondern eine aufmerksame, zeitintensive Begleitung des naturbelassenen Zustands. Entschleunigter Weinbau sozusagen – der perfekte Ort also, um auf der gemütlichen Terrasse inmitten der Weinberge entspannt unser Wochenende in Dresden einzuläuten.

It’s wine o’clock

Aufgrund der Temperaturen verzichten wir allerdings auf den Wein, bekommen aber den Tip am Abend auf das ein oder andere Glas Vino in der Weinzentrale in Dresden vorbei zu schauen. Eine Empfehlung die definitiv Gold wert ist und auf jeder Dresden-to-do-Liste seinen Platz finden sollte! Ganz ungezwungen, entspannt und locker warten auf Kenner und Genießer ca. 450 Weine darauf entdeckt, erschmeckt und geliebt zu werden. Ein kleines Paradies inmitten der Dresdner Neustadt welches die Weinwelt nicht neu erfindet – aber doch in ein ganz besonders liebenswertes Licht rückt. (Anreise per Straßenbahn dringendst empfohlen. ;))

Touriprogramm muss sein

Nach einem großzügigen Frühstück an der Elbe, besorgen wir uns am nächsten Tag einen Stadtplan und machen uns auf, um zu Fuß das berühmte Elbflorenz zu erkunden. Bei hochsommerlichen Temperaturen schlendern wir gemütlich die Brühlsche Terrasse entlang bis zur Augustbrücke. Wir queren den historischen Theaterplatz, vorbei an der Semperoper und laufen Richtung Zwinger.

Neben der Frauenkirche ist der Dresdner Zwinger wohl das berühmteste Baudenkmal der Stadt. Der barocke Gebäudekomplex besitzt eine wundervolle Gartenanlage und mehrere Museen, wie die Gemäldegalerie Alte Meister und die Porzellansammlung. Wir sind richtig verzaubert, lassen die Füße im Wasser baumeln und beobachten amüsiert all die anderen Touristen, die mit Hilfe von Selfiestick & Co. fleißig fürs Familienalbum posieren.

Fazit: Dresden kann was!

Schlussendlich kann ich nach 4 Tagen mit gutem Gewissen sagen: das lange Wochenende in Dresden hat sich vom ersten Moment an wie Urlaub angefühlt. Wir haben uns einfach treiben lassen, sind stundenlang an der Elbe lang flaniert, haben die Zehen in jeden Brunnen der Stadt getaucht und bis spät in die Nacht mit netten Menschen feinen Wein getrunken. Es war ein durchweg gelungenes Wochenende und ich bin verzaubert von dieser prunkvollen Stadt. Es war sehr schön und ich kann euch allen nur empfehlen hinzufahren – überzeugt euch selbst!

Vom OP-Tisch Auf Die Skipiste: Teil 2

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Der Sommer 2017 sollte mein Bergsommer werden! Beruflich lief es gut, auch privat gab’s kein Grund sich zu beschweren. Alles in allem begann das letzte Jahr mit einem angenehmen Flow – bis sich plötzlich mit einem lauten Knall das Leben einmischte. Was passiert ist, hab ich euch bereits hier erzählt.

Also ich also, an diesem besagten Abend fix und fertig bei strömendem Regen von der Physiotherapie nach Hause kam und wie ein (wortwörtlich) begossener Pudel im Hausflur stand, zog es mir den Boden unter den Füßen weg, als ich völlig unerwartet meine sofortige fristlose Kündigung aus dem Briefkasten zog. In diesem Moment schaltete mein Körper von einem Moment auf den anderen in den Überlebensmodus.

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Am Ende wird alles gut? Scheiss auf das Ende!

Mein gesamtes Kartenhaus namens “Leben” stürzte vor meinen Augen zusammen und ich saß wie ein Häufchen Elend daneben, weinte und war wütend. Auf alles und jeden. Auf den Berg. Mein Knie. Auf die Krücken. Den Job. Und das Schicksal. Was bitte sollte das alles? Am Ende wird alles gut? Scheiss auf das Ende! Ich wollte das jetzt – JETZT SOFORT – alles wieder gut ist. Aber wir sind alle erwachsene Menschen und wissen, dass es so nicht funktioniert. Krisen sind dazu da, um durchgestanden zu werden. Und sein wir doch mal ehrlich: irgendwie überleben wir’s doch immer.

Zu diesem Zeitpunkt konnte mir niemand meiner Ärzte sagen, wie lange es dauern würde, bis ich wieder arbeiten könnte. Also beantragte ich Krankengeld und konzentrierte mich erst mal auf die Regeneration meines Knies. Wie mein Vater so treffend feststellte: “Solange du nicht mal laufen kannst, musst du auch zu keinem Bewerbungsgespräch gehen!” Es war eine schreckliche Zeit. Mein Highlight waren die regelmäßigen Termine bei der Physio, die mir wenigstens drei Mal in der Woche einen Grund gaben mich anzuziehen und das Bett zu verlassen.

Schlittenfahren_2017_Meissner_01

Schlittenfahren_2017_Meissner_01

 

Einen Vorteil hatte diese Post-OP-Phase allerdings: ich hatte plötzlich extrem viel Zeit.
In den vergangen Jahren hab ich durch Stress, Druck und Zeitmangel viele zweckmäßige und vernünftige Entscheidungen getroffen. Entscheidungen die sich vielleicht nicht immer gut anfühlten, aber stets aus der Not heraus richtig erschienen. Nun kam ich das erste Mal seit fast 7 Jahren in den puren Genuss der Entschleunigung. Und wer so viel Zeit hat, muss sich über kurz oder lang zwangsläufig in dieser Zeit mit sich selbst auseinandersetzen – ob man will oder nicht. Also entschied ich abzurechnen. Mit mir, den letzten Jahren, beruflich genauso wie privat. Ich zog Bilanz.

Tu immer das, wovor du am meisten Angst hast!

Viele Lifecoaching-Bücher, Podcasts und Pro-Contra-Listen später kam ich zu dem Entschluss, dass ich so nicht weiter machen möchte. Seit Jahren hatte ich das Gefühl dringend etwas ändern zu müssen, aber mir fehlte der Mut. Jetzt stand ich da – mit Nichts in der Hand und musste von vorne anfangen. Mit dem Laufen und mit der Arbeit. Also: wenn nicht jetzt, wann dann?

Wenn nicht jetzt wann dann?

Schon als Kind hatte ich in jedes Freundebuch geschrieben, dass ich gerne Lehrer werden möchte, wenn ich groß bin. Seit Jahren drückte ich mich aufgrund meiner enormen Prüfungsangst vor einem Studium weil ich Angst hatte, nicht gut genug zu sein. Schluss damit! Ich bewarb mich an der Universität. Geschichte und Englisch – Lehramt Gymnasium. Obwohl mir meine Englischlehrerin immer wieder gesagt hatte, dass ich im Englisch LK völlig deplatziert war, meldete ich mich für den Cambridge Test an, bestand deutlich besser als erwartet und konnte mich an der Uni einschreiben. Endlich wieder eine Perspektive! Der erste Schritt war geschafft. Ab dem 15. September sollte ich offiziell Studentin an der Universität in Kassel sein. Was ein Freiheitsschlag – ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie unglaublich stolz ich war als die Einschreibebestätigung in meinem Briefkasten lag!

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Skifahren_2018_Kaunertal_03
Skifahren_2017_Kaunertal_03

In Hamburg sagt man Tschüss

Allerdings galt es noch eine letzte Hürde zu nehmen: ich hatte mich in Kassel an der Universität beworben. Das hieß zwangsläufig, dass ich mein geliebtes Hamburg verlassen musste. Ein Nachmieter für die Wohnung war im Handumdrehen gefunden und viel zu schnell saß ich auf gepackten Kartons in der kahlen Wohnung. Es war ein schwerer Abschied. Noch heute wird mir das Herz schwer wenn ich an mein geliebtes Hamburger Zuhause denke. Aber es war der Start in ein neues Abenteuer das schon lange überfällig war. Mit gemischten Gefühlen zog ich also am 01. September 2017 in meine neue Kassler Wohnung ein.

Vom OP-Tisch auf die Skipiste

Wie es mit meinem Knie weiter ging und ob ich es geschafft habe zum Saisonstart wieder auf den Bretten zu stehen?

… Fortsetzung folgt …

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Vom OP-Tisch auf die Skipiste: Teil 1

Endlich ist es so weit: es schneit und schneit und schneit …
Nach und nach eröffnet ein Skigebiet nach dem anderen die heiligen Tore. Lange hat es nicht mehr einen solch schneereichen Saisonstart gegeben. Auch ich konnte es einfach nicht mehr abwarten und habe die Skisaison 2017/2017 schon mit Tag 1 und 2 eingeleitet.

Nach meinem Unfall in den Dolomiten und der daraus resultierenden Knie-OP im Juli habe ich ein Ziel niemals aus den Augen verloren: ich wollte unbedingt zum Saison-Opening im Oktober wieder auf zwei Brettern stehen! Dass dieses Ziel recht überambitioniert war, stellte sich ziemlich schnell heraus, aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Ich wollte es unbedingt vor Weihnachten 2017 noch auf die Piste schaffen!

An dieser Stelle ist nach vielen vielen Fragen, Genesungswünschen und Daumen drücken auf Social Media nun endlich der Zeitpunkt gekommen ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Deswegen gibt es heute für euch meine Story 2017: vom OP Tisch auf die Skipiste: Teil 1.

Vom OP-Tisch auf die Skipiste

Im vergangenen Jahr manifestierte sich in meinem Kopf die Idee im Sommer 2017 mehrere Gipfel zu erklimmen. Unter anderem sollte es die Zugspitze und der Großglockner sein. Kein leichtes Ziel für eine Hamburger Deern, aber eine Herausforderung auf die ich mich akribisch und mit großer Leidenschaft vorbereitete. Hinzu kam, dass ich ein zweites Mal die Alpenüberquerung laufen und endlich die Watzmann-Überquerung meistern wollte. Als ich dann von Bergans eingeladen wurde beim Projekt Gipfelglück im Juni auf den Großglockner zu steigen gab  kein Halten mehr und es war klar: der Sommer 2017 sollte mein Bergsommer werden! Beruflich lief es gut, auch privat gab’s kein Grund sich zu beschweren. Alles in allem begann mein Jahr mit einem angenehmen Flow – bis sich plötzlich mit einem lauten Knall das Leben einmischte.

Beim Zustieg in den Dolomiten stürzte ich und meine Kniescheibe verabschiedete sich – mit ihr der Knorpel und das MPFL Band meines linken Knies. Ich kletterte zunächst weiter und quälte mich mit dem MTB noch den Berg bis zu Dolomitenhütte hinunter. Allerdings war schnell klar, dass ich wohl eher ein Fall für den Heli gewesen wäre. Nachdem ich mich selbst die 10h von Lienz nach Kassel zurück gefahren hatte, war nach einem Besuch in der Notaufnahme klar, dass mein Knie ziemlich gelitten hatte und ich um eine kurzfristige Knie-OP nicht herum kommen würde.

Anekdote meiner Heimfahrt: ich hielt in regelmäßigen Abständen beim Restaurant zum Goldenen M um mangels Kühlpad mit Getränkeeis mein Knie zu kühlen. – Not macht erfinderisch. 😉

 

Was führt mein Leben da gerade im Schilde?

In dem Moment, indem mir der Orthopäde meine Diagnose mitteilte brach für mich eine Welt zusammen. Man sieht mich nicht oft weinen, aber an diesem Morgen in der Hamburger Orthopädie-Praxis hat es mir den Teppich unter den Füßen weggezogen. Die Prophezeiung des Arztes: kein Wandern, kein Skifahren und kein Klettern mehr. Kurzum: zukünftig keine kniebelastenden Tätigkeiten.
Ich hab keine Ahnung mehr wie ich an diesem Morgen zurück nach Hause gekommen bin. Ich erinnere mich nur noch daran, wie ich vollkommen fassungslos, wütend und am Boden zerstört Zuhause saß und mir immer und immer wieder die Frage durch den Kopf ging: Was hat mein Leben in Gottes Namen gerade mit mir vor???
Nach Jahren des Kampfes gegen die Depression habe ich in den letzten Jahren endlich meinen Herzensplatz in den Bergen gefunden – meine große Leidenschaft fürs Wandern, Bergsteigen und Skifahren entdeckt und nach und nach gelernt mit der positiven Energie aus den Bergen die dunklen Gedanken in Schacht zu halten. Und nun DAS – was für eine Scheisse!

Day 1 

Am 13. Juli 2017 war dann der große Tag gekommen und ich kam unters Messer. In der Parkklinik Manhagen wurde unter Vollnarkose eine MPFL-Plastik vorgenommen, Splitter aus dem Gewebe entfernt und mein kaputter Knorpel versorgt. Im Voraus hatte ich mir zahlreiche YouTube Videos und OP-Berichte im Internet angeschaut bzw. gelesen, um mich gedanklich auf das Schlimmste einzustellen: Drainage und Schmerzen bis zum Umfallen (wortwörtlich). Aufgrund meiner massiven Angst vor Spritzen hatte ich mich gegen einen Schmerzkatheter entschieden und lies mir einen Nerv im linken Bein betäuben. Das hatte zwar zur Konsequenz, dass ich mein linken Bein die ersten 24h nach der OP nicht bewegen konnte, allerdings sollte ich so vor den schlimmsten Schmerzen verschont bleiben.

Der erste klitzeklein Hoffnungsschimmer im Aufwachraum: eine Drainage hatten sie mir im OP nicht gelegt. Eine ganz besonders nette Geste: an der Wand hing ein Bild vom Tiroler Alpenpanorama. Ich war erstaunt wie gut ich die Narkose verkraftete und mampfte schon noch 1,5h mit großem Appetit mein Käsebrot zum Abendessen.

Nach zwei Nächten in der Parkklinik wurde ich entlassen. Gott sei Dank waren meine Eltern nach Hamburg gekommen um mich nach Hause zu fahren, denn in dem Moment als ich die vertrauten vier Wände des Krankenhauses verlies empfing mich die grausame Realität mit einem heftigen Schlag: das Einsteigen ins Auto mit Krücken und einem steifen Bein war ein Kampf, jeder Gang auf die Toilette musste im Voraus geplant werden und die aller größte Herausforderung für mich als Nadelhasser: die Insulin-Spritzen, die ich mir zwei Wochen lang jeden Abend selbst setzen musste.

Das Leben nach der OP

Ich quälte mich 2 mal die Woche zur Physiotherapie und versuchte täglich vor die Tür zu gehen und mich im Rahmen meiner Möglichkeiten zu bewegen. Es stellte sich eine gewisse “Krankheitsroutine” ein und ich war positiv überrascht: die Schmerzen hielten sich, zumindest tagsüber, in Grenzen. Die Nächte hingegen waren der absolute Horror, ich schlief kaum, hatte Schmerzen und meine Gedanken verselbstständigten sich: was wenn ich nie wieder laufen können würde?

Es ging mir psychisch immer schlechter. Mir fehlte die körperliche Bewegung, die Leichtigkeit des Alltags und es setzte mir schwer zu, dass all meine Bergpläne, auf die ich so lange hintrainiert hatte, von einem Tag auf den andern in ungreifbare Ferne gerückt waren.
Und dann kam dieser Abend, an dem ich fix und fertig von der Physiotherapie nach Hause kam. Es hatte geregnet, ich konnte aufgrund der Krücken keinen Schirm halten und meine Regenjacke lag Zuhause – wie ein begossener Pudel kam ich Zuhause an, leerte den Briefkasten und hielt meine sofortige fristlose Kündigung in den Händen.

… Fortsetzung folgt …

Klettern in den Lienzer Dolomiten

Vor einigen Wochen flatterte eine Mail in mein Postfach über die ich mich ganz besonders freute: Bergans lädt zusammen mit der Wienerin und dem Tourismusverband Osttirol zum Klettern in den Lienzer Dolomiten und anschließender Großglocknerbesteigung ein. JACKPOT! Wer mich schon länger kennt weiß, dass der Großglockner ganz oben auf meiner Bucketlist steht. Und beim Thema Kletten, noch dazu in den Lienzer Dolomiten, war ich natürlich auch gleich Feuer und Flamme.

Noch am selben Tag telefonierte ich also mit der lieben Monika , die das #ProjektGipfelglück organisiert und wir machen das Spontanabenteuer dingfest. 5 Tage Klettern in den Lienzer Dolomiten Ende Juni – hach was war die Freude groß. 🙂 Mit dem Auto ging es von Hamburg Richtung Osttirol. Treffpunkt an einem wunderschönen sonnigen Samstag Morgen war die Dolomitenhütte. Hier traf ich auch zum ersten Mal auf unsere 6 Bergführerinnen, die das #ProjektGipfelglück begleiten und die anderen 11 Powergirls die genauso gespannt wie ich, mit leuchtenden Augen, den kommenden Tagen entgegenfieberten.

Klettern in den Lienzer Dolomiten

Nach einem allgemeinen Hallo gab’s zuerst einmal ein riesengroßes Überraschungspaket von meiner absoluten Lieblings-Outdoormarke. Bergans of Norway hat sich nicht lumpen lassen und stattete uns zu Beginn des Abenteuers allesamt mit einem supercoolen bergtauglichen Outfit aus. Optisch und größentechnisch gab’s sofort ne Bestnote von allen Gipfelglück Mädels. Die Funktion sollte in den nächsten Tagen noch ausgiebig getestet werden. 😉 Perfekt ausgerüstet stand einer tollen Zeit in den Lienzer Dolomiten also nichts mehr im Wege!

Unser Ziel an Tag 1: die Karlsbader Hütte

Es gab für uns zwei Optionen auf die Karlsbader Hütte zu kommen. Entweder über den Klettersteig oder via Bügeleisenkante. Selbstkritisch wie ich bin, wollte ich natürlich als einziger Flachlandtouri unter all den geborenen Bergmädels den Mund nicht zu voll nehmen und wählte mich in die Klettersteig Gruppe mit ein. Erst mal gemütlich anfangen, die Gruppe abchecken, schauen was die anderen so drauf haben und dann sehn wir weiter …

Pustekuchen. Monika gab meinem Selbstbewusstsein einen ordentlich Tritt und beförderte mich schnurstracks ins Kletterteam. Widerstand zwecklos. Ein Klettersteigset durfte ich gar nicht erst in den Rucksack packen. Somit war mein Schicksal für die nächsten Tage wohl besiegelt und ich fügte mich stillschweigend.

Lienzer Dolomitenhütte – Rudl Ellersteig – Bügeleisenkante

Über den Rudl-Ellersteig (teilweise versichert) steigen wir auf in Richtung Hohes Törl. Nach ca. 1,5h erreichen wir die Westschlucht und legen eine kleine Pause ein. Schnell einen Espresso zur Stärkung  – ein Hoch auf die Handpresse – Helm auf, Schuhe wechseln, Ausrüstung an und los geht’s. Der Einstieg zur Bügeleisenkante ist dank Hinweistafel am markierten Weg nicht zu übersehen. Da es mittlerweile schon Mittag ist, klettern wir bei strahlendem Sonnenschein und können es so richtig geniessen. Ich – noch immer etwas überrascht, dass ich im Seil hänge statt am Klettersteig zu gehen – merke nach den ersten paar Seillängen wie ich mich langsam entspanne und ankomme am Berg.

Die Bügeleisenkante – ein Klassiker seit 1969

Die Bügeleisenkante ist ein absoluter Klassiker in den Lienzer Dolomiten. Vom Parkplatz der Dolomitenhütte bequem zu erreichen beginnt die Route gleich mit eine Schlüsselstelle (4) wird aber nach oben hin immer leichter (3+). Die Bügeleisenkante ist eine wunderschöne einfache Genusskletterei in 13 Seillängen die locker in 2-3h zu bewältigen ist. (Wir sind den letzten Teil sogar ohne Sicherung hoch gelaufen.) Benötigt werden 50m Einfachseil und natürlich (immer dabei!) ein Kletterhelm.

Willkommen im Kletterparadies

Nach ca. 2h erreichen wir den Laserzwandsattel und steigen übers Schotterfeld zur Karlsbader Hütte ab (ca. 30min Fussmarsch). Alternativ gibt es einen markierten Wanderweg der zur Hütte führt. Von der Karlsbader Hütte aus ist es problemlos möglich über die Forstraße wieder runter zur Lienzer Dolomitenhütte zu laufen – eine schöne Tagestour!
Für uns endet aber der erste Tag des #ProjektGipfelglück auf der Karlsbader Hütte (2260m). Wir bleiben die nächsten zwei Nächte hier und werden uns im Kletterparadies der Lienzer Dolomiten ordentlich austoben.


 

Es ist eine tolle Truppe mit der wir da beim #ProjektGipfelglück unterwegs waren und ich merke gerade auch beim Schreiben dieses Blogposts wieder, wie wohl ich mich gefühlt habe. Wir waren ein bunter Haufen mit lauter Powergirls jeglichen Alters und war eine wahnsinnig tolle Erfahrung mal nur mit Frauen am Berg unterwegs zu sein. Vielen lieben Dank an dieser Stelle noch mal an Bergans of Norway, die Wienerin und den Tourismusverband Osttirol, dass ich bei diesem Abenteuer dabei sein durfte! Ebenfalls ein dickes Dankeschön an die Dolomitenhütte und die Karlsbader Hütte für die super nette und äußerst leckere Bewirtung! <3

Rundtour Kaisergebirge – Tag 2: Bettlersteig

Nach einer entspannten Nacht und einem ausgiebigen Frühstück am Weinbergerhaus steht für uns am zweiten Tag am Kaisergebirge der Bettlersteig auf dem Programm. Allerdings beschließen wir spontan eine kleine Variation zu laufen, um den Gamskogel noch mitzunehmen.
Klar – Gipfel die Gamskogel heißen gibt es viele, aber eben jener Gamskogel ist doch ein kleines Highlight auf unserer Wanderung: trotz geringer Höhe werden wir nach dem 950 Hm Aufstieg mit einem atemberaubenden Ausblick zum gegenüberliegenden Kaisertal, unserem Ziel- dem Stripsenjoch und (nicht zu vergessen) dem zahmen und wilden Kaiser belohnt.

Durch den Märchenwald zum Gamskogel

Der Weg vom Weinbergerhaus führt zunächst über breite Forstwege bergab bis zum Brentenjoch (1.200 hm). Von hier aus geht es halb links über einen unscheinbaren Pfad stetig bergauf.  Ab hier wird der Weg in Richtung Gipfel ein wenig anspruchsvoller und ist konditionell nicht zu unterschätzen. Der Aufstieg schlängelt sich auf einem märchenhaften Pfad durch den Wald, bis sich die Bäume lichten und wir nach ca 45 min den Gipfel samt Gipfelkreuz auf 1.450 Hm erreichen.

 

Nach eine kurzen Trink- und Fotopause geht’s frohen Mutes und flotten Schrittes weiter: vom Gamskogel aus kämpfen wir uns zunächst durch steil abfallendes Gelände, später durch den Wald und dann über idyllische Almwiesen. Keine Menschenseele kommt uns entgegen. Die Sonne scheint und der Himmel ist strahlend blau – wir fühlen uns wie im Paradies.
Nach ca 2h treffen wir mitten auf der Alm auf die Abzweigung in Richtung Bettlersteig.

Ausgesetzte Wege und Drahtseilsicherung am Bettlersteig

Der Bettlersteig beginnt für uns mit der Durchquerung einer Schlucht. Trittsicherheit ist hier dringend erforderlich: der Winter hat Spuren hinterlassen, lose Steine überall und rutschige Schotterwege. Gott sei Dank war es die letzten Tage recht trocken, sodass der Waldboden nicht matschig ist. Teilweise geht es rechts steil hinunter, Treppen weisen uns den Weg bergab und erleichtern den Abstieg. Wieder einmal bin ich froh um meine Stöcke mit denen ich seit letztem Jahr unterwegs bin!

Wir stoßen auf eine kurze Passage an denen der Weg ausgesetzt und mit Drahtseil abgesichert ist. Es geht steil bergab, aber gemeinschaftlich bewältigen wir auch diese Schwierigkeit und wandern mit guter Laune weiter zum nächsten Sattel, wo nach einem knackigen Anstieg über saftige Almwiesen die Jagdhütte Straßwalch auftaucht. Wir fühlen uns als hätten wir gerade eine Kulisse von “Heidi” betreten. Es würde mich nicht wundern, wenn gleich der Ziegenpeter pfeifend um die Ecke kommt. Die Jagdhütte bietet einen schönen Platz zur Rast, es gibt sogar einen Brunnen um die Wasserflaschen aufzufüllen.

Von der Jagdhütte Straßwalch zum Hinterbärenbad

Doch uns zieht es weiter. Wir haben schon genug getrödelt heute und haben noch einiges vor uns. Über Bäche und bequeme Waldwege wandern wir weiter Richtung Hinterbärenbad. In den letzten 30min durchqueren wir insgesamt 6 Bäche und lassen es uns nicht nehmen unsere Flaschen mit dem klaren Quellwasser zu füllen. Es schmeckt fantastisch!
Der Steig ist gut ausgebaut und wir erreichen nach ca. 4h entspanntem Gehen das Anton-Karg-Haus (früher als Hinterbärenbad bekannt) auf 325Hm. Langsam werden die Beine müde und wir beschliessen noch 15 min weiter zu laufen bis zum Hans-Berger-Haus wo wir bei Radler und Spinatknödeln eine ausgiebige Rast einlegen bevor wir den letzten Aufstieg des Tages in Angriff nehmen.

Vom Hans-Berger-Haus auf die “Strips”

Auf 1.577hm thront hoch über uns das Stripsenjochhaus – unser heutiges Tagesziel. Nach der längeren Pause merken wir, dass uns die letzten 4h Gehzeit schon ziemlich in den Beinen stecken, aber gemeinsam packen wir’s an: 1,5h Aufstieg und 640Hm liegen vor uns.
Direkt hinterm Hans-Berger-Haus wird der bisherige bequeme Wanderweg zum Steig. Mit imposantem Einblick in die berühmte Totenkirchlwestwand, windet er sich in Serpentinen nach oben. Das Wetter verschlechtert sich zunehmend und wir erreichen die “Strips” nach einem flottem Marsch bergauf. Empfangen werden wir mit kräftigem Wind und Nieselregen. Der Nebel hängt dicht zwischen den Gipfeln – sehen tun wir leider nicht viel.
Umso mehr freuen wir uns über eine warme Dusche, den heißen Ofen in der Gaststube und eine wärmende Gulaschsuppe.

Rundtour Kaisergebirge – Tag 1: Weinbergerhaus

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Wenn der Berg schon bis nach Hamburg ruft, wird es dringend Zeit mal wieder in den Süden zu fahren. Wir haben das lange Christi Himmelfahrt Wochenende genutzt um die Wandersaison einzuläuten und sind zu viert aufgebrochen, um das Kaisergebirge zu erkunden.

Wandern am Wilden Kaiser

Da das Kaisergebirge eher als Klettermekka bekannt ist, war die Planung der Tour für mich persönlich eine ganz besondere Challenge: unbekanntes Gebiet, hohes Wetterrisiko und verhältnismäßig wenige Hütten. Außerdem war es für zwei aus unserer Truppe die erste mehrtägige Wanderung und die erste Hüttentour in Tirol sollte schließlich nicht im absoluten Desaster enden.

Nach eingehender Recherche hatten wir uns dazu entschieden, die Wanderung am Kaiserlift in Kufstein zu beginnen und über den Bettlersteig zunächst einmal aufs Stripsenjochhaus aufzusteigen. Mit Hilfe einer eigenes von mir erstellen Packliste, waren die Rucksäcke schnell geschnürt und los ging es am frühen Morgen von Hamburg in Richtung Kaisergebirge.

Eigentlich wollten wir am ersten Abend zum “einlaufen” vom Parkplatz Kaiserlift bis hoch zum Weinbergerhaus laufen. Nachdem uns aber auf der 10-stündigen Autofahrt von Hamburg nach Kufstein die Klimaanlage im Stich gelassen hatte, gönnen wir uns den Luxus und fahren mit der Sesselbahn zwei Stationen auf den Stadtberg. Im Nachhinein muss sich sogar sagen, es war ein Erlebnis das ich nicht hätte verpassen wollen. Der Kaiserlift entpuppt sich nämlich als Einer-Sessellift welcher erst 2014 komplett restauriert wurde – Nostalgie pur!

Willkommen im Kaisergebirge

Nach 20 min entspannter Fahrt erwartet uns oben am Berg ein unberührtes Naturparadies. Von der Bergstation aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Weinbergerhaus welches wunderhübsch auf 1272 Hm über Kufstein am Berg drohnt. Kaum den Rucksack abgesetzt und das erste Radler bestellt, holt mich die Aussicht sofort ins Hier und Jetzt. Endlich bin ich wieder da wo ich hingehöre. In Österreich, am Berg mit Rucksack und Wanderschuhen. Mehr braucht es nicht um glücklich zu sein.

Weinbergerhaus = Apfelstrudelhimmel

Im Weinbergerhaus verbringen wir unsere erste Nacht – leider keine DAV Hütte, dafür aber überdurchschnittlicher Komfort! Für ca 50€ schlafen wir in sehr bequemen Hochbetten, inkl. Frühstück, Bettwäsche und Handtüchern – was ein Service! Und das Essen ist ein Traum. Mein persönliches Highlight: die selbst geschabten Kasspatzen und der hausgemachte Apfelstrudel. Unbedingt probieren wenn ihr mal dort seid!

ANKOMMEN

Getrieben von dem Verlangen dem Alltag zu entfliehen flüchte ich mich in die Berge. In den letzten Wochen ist etwas verloren gegangen. Ein Teil von mir ist verstummt, ist einfach nicht mehr da. Ich beginne meine Wanderung als Suchende. Eine Suche nach etwas, von dem ich nicht einmal weiß wie es sich anfühlt. Aber Schritt für Schritt finde ich etwas, tief in mir drin was eben jene klaffende Lücke füllt. Etwas buntes, wundervolles erfüllt meine Seele mit einer unbändigen Kraft. Plötzlich fühle ich es: die Freude, das Glück, die Zufriedenheit. Am Ende meiner Reise bin ich angekommen. Ich habe mich selbst gefunden. 🙏🏼🏔💙 #tiffygoesE5