Kategorie: Lifestyle

Jaeger Le Coultre Masterclass auf dem Weingut Robert Weil

Schweizer Uhrwerke – aus Tradition und Leidenschaft

Die Schweiz ist nicht nur bekannt für die höchsten Weinberge Europas, sondern genießt heute mehr denn je den Ruf als weltweit bester Standort für die Produktion komplizierter mechanischer Armbanduhren höchster Qualität. Hier, inmitten der Schweizer Jura im Vallée de Joux, arbeitet die Manufaktur Jaeger LeCoultre seit 1833 daran, ihrer Kreativität und Leidenschaft weiterzuentwickeln und sich selbst mit filigranster Uhrmacherkunst immer wieder neu zu erfinden.

Rheingauer Riesling – In aller Munde

Schon Kaiser Wilhelm wusste den Rheingau als einzigartiges Anbaugebiet zu schätzen. Er ließ sich 1918 von Dr. Robert Weil edelsten Riesling als weisses Pendant zu den großen Weinen des Bordeaux liefern. Bis heute baut das Weingut in vierter Generation Reben aus und ist mit seinen eleganten und fruchtbetonten Weinen weltweit für kompromisslose Qualität bekannt. Selektive Handlese und ein äußerst schonender Weinausbau im Keller sind nach wie vor obligatorisch bevor der Wein das Gut verlässt.

Pure Eleganz und die Qualität echten Handwerks

Wie bei der Produktion großer Weine, steht auch bei Jaeger LeCoultre Perfektionismus an erster Stelle. Von der Auswahl hochwertigster Materialien, bis zur minuziösen Arbeit an Ziffernblatt und Uhrwerk wird in der Schweizer Manufaktur nichts dem Zufall überlassen. Jedes Kaliber durchlebt einen aufwendigen Fertigungsprozess bis es sich auf den Weg zu seinem neuen Besitzer macht.

Uhren für Weinliebhaber

Was verbindet nun den Winzer mit dem Uhrmacher? Um diese Frage zu beantworten, lud Jaeger Le Coultre in kleiner Runde zur Masterclass auf dem Weingut Robert Weil im Rheingau ein. Auch ich hatte die Ehre, für einige Stunden in die Kunst des Uhrmacherhandwerks eintauchen zu dürfen.

Nachdem alle Teilnehmer spannende Hintergründe zur Geschichte der Schweizer Uhrmanufaktur erfahren durften, stiegen wir hinab in die geschichtsträchtigen Gewölbekeller des Weinguts. Schnell wird klar: Robert Weil und Jaeger LeCoultre haben so einiges gemein und teilen die selbe Vision: Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Finesse und Eleganz zu gleichen Teilen.

Jaeger le Coultre im Rheingau

Am Nachmittag ist es dann soweit und alle Teilnehmer schlüpfen selbst in ihre weißen Kittel, und somit für ein paar Stunden in die Rolle des Uhrmachers. Das Gutshaus wurde eigens zu diesen Zwecken umgestaltet und erinnert mit all den kleinen Werkbänken ein wenig an die traditionellen Uhrmacher-Atelliers im Vallée de Joux.

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Das JLC Kaliber 770

Das Kaliber 770 aus der Jaeger-LeCoultre Geophysic True Second zeichnet sich durch ein besonders Highlight aus: die springende Sekunde, eine technisch höchst komplexe Komplikation.
Zugegebenermaßen, bin ich kein Uhrenexperte – jedoch erzählt der Leiter der Münchner Servicewerkstatt so begeistert von seinem Beruf, dass auch ich binnen kürzester Zeit anfange, eine wahre Begeisterung für die filigranen Uhrwerke zu entwickeln. Vorsichtig löse ich die ersten Schrauben (so groß wie ein Zuckerkorn), hebe die Platine mit der Pinzette ab und löse die Zahnräder aus der Maschinerie. Ich merke schnell: die Arbeit eines Uhrmachers macht Spaß – gilt es doch bei all den keinen Teilen den Überblick zu behalten und ein ruhiges Händchen zu bewahren.

Uhrmacher brauchen Fingerspitzengefühl

Kaum ist alles auseinander gebaut, gilt es die Kleinteile wieder zusammenzusetzen. Und zwar so, dass das Uhrwerk einwandfrei funktioniert! Keine leichte Aufgabe, die manch einen schier zur Verzweiflung bringt: so verschwinden Einzelteile auf nimmerwiedersehen in den Fugen des Parketts, springen unkontrolliert durch die Gegend und sind mit blossem Auge nicht mehr auffindbar. Es braucht viel Ruhe und Zeit – aber irgendwann ist auch das letzte Uhrwerk mit viel Fingerspitzengefühl wieder zusammengesetzt und wir stoßen mit köstlichem Riesling-Sekt auf einen rundum gelungenen Uhrmacherkurs an.

 

* Dieser Beitrag beruht auf einer Einladung seitens Weingut Robert Weil und Jaeger Le Coultre. Vielen Dank für das tolle Event!  / Presseeinladung, unbezahlte Werbung

Be bold and Work out Loud

Schon seit mehreren Jahren habe ich tief in mir drin das Gefühl, immer dem Ruf Anderer zu folgen, statt meinen eigenen Weg zu gehen. Als Hochsensible Persönlichkeit fällt es mir tendenziell eh schwer, achtsam mit meinen eigenen Bedürfnisse umzugehen und obwohl ich das weiß, ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich in erster Linie anderen Menschen beim Verwirklichen ihrer Träume helfe, ich dabei aber meine eigenen Wünsche und Ziele komplett aus den Augen verliere.

Hallo ich bin’s, eine Gießkanne.

Sehr häufig bekomme ich gesagt, dass ich eine absolute Energiebombe bin. Dass ich förmlich überlaufe vor Motivation und Tatendrang. Ich begeistere Menschen im Handumdrehen, reiße sie mit und schaffe es immer wieder aufs Neue, Leute in Richtung ihrer Ziele zu pushen.
Jemand sagte mal zu mir: “Lisa, du bist meine Gießkanne. Wenn ich mit dir zusammen sitze und wir uns unterhalten, dann fühle ich mich wie ein kleines Samenkorn in der Erde. Ich habe Träume, will wachsen und möchte die Welt entdecken. Aber wenn es dich nicht gäbe, wenn du mich nicht regelmäßig mit deinen motivierenden Worten gießen würdest, dann würde ich eingehen und niemals in voller Blütenpracht die Welt entdecken können.”
Ist das nicht eine wunderschöne Metapher?! Hallo ich bin’s, eine Gießkanne! Ich sorge durch regelmäßiges wässern dafür, dass Ideen, Ziele und Wünsche wachsen können und Realität werden.

Der Mut zu wachsen

Nach vielen vielen “Seelen-Gesprächen” (privat und beruflich) frage ich mich aber mittlerweile: Wenn ich immer nur andere gieße – in welche Richtung wachse ICH? Wie sehen MEINE Träume eigentlich aus? Die Antwort ist: ich weiß es nicht. Aber eins weiß ich: ich möchte mir Zeit nehmen meinen Weg zu finden. Zeit um über Möglichkeiten nachzudenken, Neues auszuprobieren und Träume zu verwirklichen. Ich möchte mutiger werden und mich trauen zu wachsen – in meine eigene, ganz persönliche Richtung.

“Wissen teilen” statt “Wissen ist Macht”

Um bei der Umsetzung meiner Ziele nicht wieder in alte Muster zu verfallen (Stichwort: der Ruf der Anderen) bin ich seit gestern Teil eines WOL Circles. Halt. Stop! WOL was?! WOL steht für Working Out Loud und beschreibt eine Bewegung, die Menschen dazu bringen möchte, persönliche Ziele zu erreichen und das eigene Wissen und die eigene Arbeit sichtbar machen, damit die Gemeinschaft davon profitieren kann.
Der Kerngedanke von WOL ist es, mit Hilfe von Netzwerken individuelle Ziele zu erreichen, indem man seine Angewohnheit selbstkritisch reflektiert und ändert.
Die fünf Grundprinzipien der WOL-Bewegung lauten: • Beziehungen • Großzügigkeit • Sichtbarkeit • zielgerichtetes Verhalten • wachstumsorientiertes Denken. Basierend auf diesen 5 Grundprinzipien geht es nun darum, in sogenannten WOL-Circles, bestehend aus 3-5 Personen, 12 Wochen lang an seinem persönlichen Ziel zu arbeiten.
Wir haben gestern unseren eigenen Circle gestartet und treffen uns von nun an einmal pro Woche, um uns auszutauschen und darüber zu sprechen, wie es so läuft auf dem Weg zu unserem Ziel. Als WOL-Circle unterstützen wir uns gegenseitig, geben Feedback, machen uns Mut und finden Lösungen. Dabei geht es nicht um das klassische Geben und Nehmen im beruflichen Umfeld, sondern vielmehr um die Investition in Beziehungen. Durch das Teilen von Erfahrungen aus dem eigenen (Arbeits-) Leben, wird jeder aus dem Circle über sein eigenes Umfeld hinaus sichtbar und profitiert gleichzeitig von den Erfahrungen der Anderen.

Don‘t be regular. Be bold. And work out loud.

Unsere heutige Arbeitswelt samt Digitalisierung schreit nach neuen Denkweisen und einem zeitgemäßen Arbeitsumfeld. Doch wie können wir es schaffen Menschen zusammen zu bringen, um offen nach neuen Wegen zu suchen, ohne dass die Angst vorm Scheitern den Fortschritt lähmt? Auf den ersten Blick scheint mir Working Out Loud eine geeignete Methode und ich bin super gespannt auf das, was in den kommenden 12 Wochen passieren wird und werde berichten. Fortsetzung folgt.

– unbezahlte Werbung –

An dieser Stelle möchte ich noch ein ganz herzliches Dankeschön loswerden: Danke Julia und Jürgen, dass ihr mit dem gestrigen Kick-Off Meeting maßgeblich zur Entstehung zwei neuer WOL-Circe beigetragen habt.

Die beiden kennen sich mit Working Out Loud bestens aus und haben selbst schon mehrer WOL-Circle durchlaufen. Sie begleiten uns als Ansprechpartner durch die kommenden 12 Wochen und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn der Weg zum Ziel doch mal etwas holpriger werden sollte.

Vom Gestell zur individuell gefertigten Brille

Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich täglich Kontaktlinsen trage. Folglich kommt meine Brille eher selten zum Einsatz. Dennoch gibt es diese “Jogginghosen-Momente” wenn ich abends nach Hause komme oder am Wochenende Marathon auf Netflix laufe, in denen ich einfach keine Lust auf Linsen habe und eine Brille mit zum Rundum-Wohlwohl-Outfit gehört. Denn Fakt ist: eine Brille belastet die Augen nicht, wenn sie korrekt auf die jeweilige Sehstärke abgestimmt ist. Eine individuell angefertigte Brille übernimmt also quasi die Funktion der Linse ohne das Auge zusätzlich zu belasten.

Voraussetzung dafür: ein Gestell das von einem Fachmann angepasst wird und wie angegossen auf der Nasenspitze sitzt! Deswegen empfehle ich als langjähriger Brillenträgerin den Gang zum Optiker: der berät nicht nur persönlich bei der Auswahl des Gestells, sondern kann die Brille schlussendlich auch individuell anpassen.

Wie ich mein perfektes Brillengestell bei Filia76 gefunden habe, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Das Sehprofil

Wenn ihr also das perfekte Gestell ausgesucht habt, geht’s ans Finetuning: zunächst einmal wird ein sogenanntes Sehprofil angelegt. Das tut weder weh, noch ist es kompliziert. Bei Filia76 zum Beispiel, bekommst du einige Fragen zu deinem Alltag und Sehverhalten gestellt:

  1. Wie viel Zeit verbringst du am Rechner bzw. Handy?
  2. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus (Schreibtisch, Rechner, Maschinen …)?
  3. Wie gestaltet sich dein Leseverhalten – Liest du eher digitale oder Print-Medien? Bevorzugst du dabei eine sitzende oder liegende Körperposition?
  4. Fährst du Auto?
  5. Bist du lichtempfindlich?
  6. Siehst du Doppelbilder?
  7. Trägst du Kontaktlinsen?

Daraus lassen sich ganz individuelle Ansprüche an deine neue Brille ableiten. Einfache Fragen, die also einen großen Unterschied machen können und einen entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu deiner individuell gefertigten Brille darstellen.

Die Sehstärkenbestimmung

Der Sehtest kann entweder beim Augenarzt oder vor Ort beim Optiker durchgeführt werden. Der Test empfiehlt sich immer dann, wenn Beschwerden oder Einschränkungen beim Sehen auftreten. In der Regel ist das Ergebnis der Messung dann ein positiver oder negativer Wert (Weitsichtigkeit/Kurzsichtigkeit). Zudem wird das Auge auf eine Hornhhautverkrümmung überprüft und nicht nur jedes Auge einzeln, sondern auch das Zusammenspiel beider Augen gecheckt.

Tipp:
Es empfiehlt sich, den Sehtest gleich morgens zu machen. (Gerade Kontaktlinsen-Träger achten bitte darauf, die Linsen erst nach dem Test einzusetzen.)
Warum? Weil dann das Auge noch frisch und munter ist und somit zuverlässige Werte gemessen werden können.

Liegt eine Fehlsichtigkeit vor, kann diese mit einer Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Die korrekte Messung im Voraus ist also essenziell, um auf Basis der sogenannten Korrektionswerte die neue Brille perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

Schritt 1: Die Vormessung (objektive Messung)

Die objektive Augenmessung dauert nur wenige Minuten: bei Filia76 wird man dazu in ein Nebenzimmer gebeten, setzt sich hin und schaut durch das sogenannte Refraktometer. Indem der Optiker dann die vorgeschalteten Linsen scharf stellt erkennt er, wie viel Korrektur bei der vorliegenden Fehlsichtigkeit benötigt wird. Früher erfolgte das Scharfstellen noch manuell, heute machen das modernste Geräte ganz von alleine. Deswegen wird dieser Teil des Sehtest mittlerweile auch als Computersehtest bezeichnet.

Wichtig:
Die automatische Messung mit dem Refraktometer ist immer nur ein grober Richtwert! Der Computersehtest ist also keine zuverlässige Sehstärkenbestimmung und der Optiker bzw. Augenarzt sollte die Ergebnisse immer anhand einer subjektiven Messung kontrollieren.

Schritt 2: Die Sehstärkenbestimmung (subjektive Messung)

Die subjektive Augenmessung ist etwas aufwändiger als die erste Messung und das Verfahren, welches wir meist im Sinn haben, wenn wir an einen klassischen Sehtest denken: auf Tafeln oder Projektionen werden Buchstaben in unterschiedlicher Größe eingeblendet, die vorgelesen werden müssen. Dabei setzt man eine Messbrille auf, die zwar reichlich komisch ausschaut, aber ihren Zweck durchaus erfüllt: von der Seite schiebt der Optiker immer wieder neue Gläser mit verschiedenen Sehstärken in das Gestell, bis der Blick auf die schwarzen Zeichen optimal geschärft ist und die perfekten Messwerte gefunden sind.

Schritt 3: Die Augeninnendruck Messung

900.000 Deutsche leiden unter Grünem Star. Bei dieser Erkrankung schädigt ein hoher Druck innerhalb des Auges den Sehnerv und kann im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung führen.
Als reine Früherkennungsmaßnahme zählt die Messung des Augeninnendrucks in Deutschland zu den individuellen Gesundheitsleistungen und wird von der Krankenkasse nicht übernommen – Kostenpunkt ca. 20,00€. Bei Filia76 gehört Prävention mit zum Service: wer einen Sehtest machen lässt, bekommt automatisch auch die Möglichkeit seinen Augeninnendruck überprüfen zu lassen.

Schritt 4: Die Zentrierung der Brillengläser

Wenn das Gestell ausgesucht und alle Werte notiert sind, fehlt noch ein letzter wichtiger Schritt.
Damit die Gläser bei der Brillenfertigung millimetergenau in die Fassung eingearbeitet werden können, müssen der Augenabstand und die Einschleifhöhe bestimmt werden. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Bei Filia76 wird einfach das Brillengestell auf die Nase gesetzt und mit Hilfe eines Tablets zwei Fotos gemacht, die automatisch alle Werte digital ermitteln.

Nach ungefähr 45 Minuten sind die Messungen abgeschlossen und der Optiker hat alle Informationen die er braucht, um die auserkorene Brillenfassung individuell anzupassen. Nun beginnt der aufwändige handwerkliche Prozess: in der hauseigenen Werkstatt wird das Rohglas angepasst und in mühevoller Handarbeit eingesetzt.
Für mich heißt es also an dieser Stelle noch etwas Geduld, bis ich meine individuell angepasste Brille endlich mit nach Hause nehmen kann.

* in freundlicher Zusammenarbeit mit Filia67 / Kooperation, unbezahlte Werbung

 

 

 

 

Brille online oder offline kaufen?

Kennt ihr dieses Kinderspiel noch von früher: “Ich sehe was, was du nicht siehst”?!
Genau so fühlte ich mich in meiner ersten Uni-Vorlesung. Während die an die Wand geworfenen Folien eigentlich unterstützen sollten, war bei mir eher das Gegenteil der Fall: einzelne Zeilen verschwammen zu einem schwarzen Textblock und irgendwie musste ich die Texte mehr erraten als tatsächlich abzulesen. Dazu kam, dass ich dauernd Treppenstufen übersah, gegen Türen rannte und am laufenden Band stolperte – meine Freunde machten sich schon alle über mich lustig und blaue Flecken an Beinen und Armen wurden zum festen Bestandteil meines Alltags und es war klar: es musste dringend eine neue Brille her! Stellte sich nu die Frage: Brille online oder offline kaufen?

Zum Optiker gehen oder online kaufen?

Bereits im vergangenen Herbst fing ich an, mich nach einem neuen Gestell umzuschauen. Da ich bereits seit 9 Jahren Brillenträgerin bin, habe ich schon einiges an “Brillenerfahrung” und dementsprechend auch eine gewisse Vorstellung wie “meine” neue Brille aussehen sollte. Und wie das nun mal so ist, machen Wunschvorstellungen das Shoppen nicht einfacher. Nachdem ich auch den 5. Optiker mit leeren Händen verlies, war ich so deprimiert, dass ich kurzerhand beschloss Online zu bestellen. Mein Traum-Gestell war (zumindest lt. der Online Abbildung) schnell gefunden – jedoch hatte ich dann doch Zweifel als ich auf den “Bestellen” Button drücken wollte.
Wer würde mir die Brille anpassen?
Hatte ich einen Ansprechpartner wenn zukünftig was mit dem Gestell sein sollte?
Was wenn die Gläser falsch eingebaut werden?
Wie kamen die überhaupt an meine Werte?
Einfach so, ein Gestell kaufen ohne “live” Anprobe?!

Ich beschloss also erst noch mal meine weltbeste Instagram-Community zu ihren Erfahrungen zu befragen – Gott sei dank!

#supportyourlocal statt online shopping

Wie sich nämlich dann herausstellte rieten mir über 70% meiner Follower von einer Onlinebestellung ab. Stattdessen bekam ich den Tip in Kassel bei Filia76 vorbei zu schauen.
Gesagt getan – und kaum stand ich im feschen Laden der Filia-Görls hatte ich ein ganz neues Problem: ich konnte mich nicht entscheiden.

Bei Filia76 gibt es so viele tolle Brillen-Modelle, dass ich plötzlich gar nicht mehr so sicher war, ob meine ursprüngliches Wunschbrille wirklich das war, was ich wollte. Auf meinen ersten Besuch, folgten noch zwei weitere und nach viel Hin und Her hatten es schlussendlich zwei komplett gegensätzliche Gestelle in die engere Auswahl geschafft. Entscheiden konnte ich mich allerdings immer noch nicht.

Eins war aber definitiv klar: ich war froh, dass ich mich doch für das Offline Shoppen entschieden habe. Denn der Besuch eines Optiker bringt einfach einiges an Vorteilen mit sich, die ich nicht missen möchte:

  1. Jede Brille ist ein individuelles Produkt. Die muss einfach sitzen – und das geht nunmal am besten wenn ein Optiker persönlich Hand anlegt.
  2. Es geht nichts über einen persönlicher Ansprechpartner vor Ort. Das geht schon bei der Auswahl des Gestells los und zeiht sich über die Auswahl der Gläser bis hin zur Augenmessung durch.
  3. Guter Service ist für mich schon seit Jahren der Hauptgrund den Einzelhandel zu unterstützen. Selbst wenn es nach Monaten ein Problem gibt – meist gehört das Nachjustieren und Brille putzen und ist beim Optiker vor Ort sogar kostenlos.
  4. Kompetente Beratung ist der Schlüssel zum perfekten Gestell. Optiker sind kleine Hellseher und wissen oft vor einem selbst, welches “DAS” Gestell für Dich ist.

Fazit

Auch wenn momentan überall groß Werbung dafür gemacht wird Brillen online zu kaufen, setze ich nach wie vor auf eine kompetente Beratung vor Ort. Wenn ich in eine neue Brille investiere, ist es mir einfach wichtig, dass ich einen persönlichen Ansprechpartner habe, der mich kennt, dem ich vertraue und bei dem ich weiß, dass ich auch in Zukunft bei jedem Anliegen willkommen bin.

Wie es mit meiner Brille weiter ging?

Die Mädels von Filia76 halfen mir schlussendlich mit einem freundlichen Tritt in den Allerwertesten, eine Entscheidung zu fällen die ich bis heute nicht bereue. Welches Modell es geworden ist und was noch alles passieren musste, dass ich meine Brille mit nach Hause nehmen konnte, das erzähle ich euch im nächsten Blogpost!

* in freundlicher Zusammenarbeit mit Filia67 / Kooperation, unbezahlte Werbung

Vom OP-Tisch Auf Die Skipiste: Teil 2

Skifahren_2017_Kaprun_03

Der Sommer 2017 sollte mein Bergsommer werden! Beruflich lief es gut, auch privat gab’s kein Grund sich zu beschweren. Alles in allem begann das letzte Jahr mit einem angenehmen Flow – bis sich plötzlich mit einem lauten Knall das Leben einmischte. Was passiert ist, hab ich euch bereits hier erzählt.

Also ich also, an diesem besagten Abend fix und fertig bei strömendem Regen von der Physiotherapie nach Hause kam und wie ein (wortwörtlich) begossener Pudel im Hausflur stand, zog es mir den Boden unter den Füßen weg, als ich völlig unerwartet meine sofortige fristlose Kündigung aus dem Briefkasten zog. In diesem Moment schaltete mein Körper von einem Moment auf den anderen in den Überlebensmodus.

Skifahren_2017_Kaunertal_01

Am Ende wird alles gut? Scheiss auf das Ende!

Mein gesamtes Kartenhaus namens “Leben” stürzte vor meinen Augen zusammen und ich saß wie ein Häufchen Elend daneben, weinte und war wütend. Auf alles und jeden. Auf den Berg. Mein Knie. Auf die Krücken. Den Job. Und das Schicksal. Was bitte sollte das alles? Am Ende wird alles gut? Scheiss auf das Ende! Ich wollte das jetzt – JETZT SOFORT – alles wieder gut ist. Aber wir sind alle erwachsene Menschen und wissen, dass es so nicht funktioniert. Krisen sind dazu da, um durchgestanden zu werden. Und sein wir doch mal ehrlich: irgendwie überleben wir’s doch immer.

Zu diesem Zeitpunkt konnte mir niemand meiner Ärzte sagen, wie lange es dauern würde, bis ich wieder arbeiten könnte. Also beantragte ich Krankengeld und konzentrierte mich erst mal auf die Regeneration meines Knies. Wie mein Vater so treffend feststellte: “Solange du nicht mal laufen kannst, musst du auch zu keinem Bewerbungsgespräch gehen!” Es war eine schreckliche Zeit. Mein Highlight waren die regelmäßigen Termine bei der Physio, die mir wenigstens drei Mal in der Woche einen Grund gaben mich anzuziehen und das Bett zu verlassen.

Schlittenfahren_2017_Meissner_01

Schlittenfahren_2017_Meissner_01

 

Einen Vorteil hatte diese Post-OP-Phase allerdings: ich hatte plötzlich extrem viel Zeit.
In den vergangen Jahren hab ich durch Stress, Druck und Zeitmangel viele zweckmäßige und vernünftige Entscheidungen getroffen. Entscheidungen die sich vielleicht nicht immer gut anfühlten, aber stets aus der Not heraus richtig erschienen. Nun kam ich das erste Mal seit fast 7 Jahren in den puren Genuss der Entschleunigung. Und wer so viel Zeit hat, muss sich über kurz oder lang zwangsläufig in dieser Zeit mit sich selbst auseinandersetzen – ob man will oder nicht. Also entschied ich abzurechnen. Mit mir, den letzten Jahren, beruflich genauso wie privat. Ich zog Bilanz.

Tu immer das, wovor du am meisten Angst hast!

Viele Lifecoaching-Bücher, Podcasts und Pro-Contra-Listen später kam ich zu dem Entschluss, dass ich so nicht weiter machen möchte. Seit Jahren hatte ich das Gefühl dringend etwas ändern zu müssen, aber mir fehlte der Mut. Jetzt stand ich da – mit Nichts in der Hand und musste von vorne anfangen. Mit dem Laufen und mit der Arbeit. Also: wenn nicht jetzt, wann dann?

Wenn nicht jetzt wann dann?

Schon als Kind hatte ich in jedes Freundebuch geschrieben, dass ich gerne Lehrer werden möchte, wenn ich groß bin. Seit Jahren drückte ich mich aufgrund meiner enormen Prüfungsangst vor einem Studium weil ich Angst hatte, nicht gut genug zu sein. Schluss damit! Ich bewarb mich an der Universität. Geschichte und Englisch – Lehramt Gymnasium. Obwohl mir meine Englischlehrerin immer wieder gesagt hatte, dass ich im Englisch LK völlig deplatziert war, meldete ich mich für den Cambridge Test an, bestand deutlich besser als erwartet und konnte mich an der Uni einschreiben. Endlich wieder eine Perspektive! Der erste Schritt war geschafft. Ab dem 15. September sollte ich offiziell Studentin an der Universität in Kassel sein. Was ein Freiheitsschlag – ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie unglaublich stolz ich war als die Einschreibebestätigung in meinem Briefkasten lag!

Skifahren_2017_Kaunertal_01

Skifahren_2018_Kaunertal_03
Skifahren_2017_Kaunertal_03

In Hamburg sagt man Tschüss

Allerdings galt es noch eine letzte Hürde zu nehmen: ich hatte mich in Kassel an der Universität beworben. Das hieß zwangsläufig, dass ich mein geliebtes Hamburg verlassen musste. Ein Nachmieter für die Wohnung war im Handumdrehen gefunden und viel zu schnell saß ich auf gepackten Kartons in der kahlen Wohnung. Es war ein schwerer Abschied. Noch heute wird mir das Herz schwer wenn ich an mein geliebtes Hamburger Zuhause denke. Aber es war der Start in ein neues Abenteuer das schon lange überfällig war. Mit gemischten Gefühlen zog ich also am 01. September 2017 in meine neue Kassler Wohnung ein.

Vom OP-Tisch auf die Skipiste

Wie es mit meinem Knie weiter ging und ob ich es geschafft habe zum Saisonstart wieder auf den Bretten zu stehen?

… Fortsetzung folgt …

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Vom OP-Tisch auf die Skipiste: Teil 1

Endlich ist es so weit: es schneit und schneit und schneit …
Nach und nach eröffnet ein Skigebiet nach dem anderen die heiligen Tore. Lange hat es nicht mehr einen solch schneereichen Saisonstart gegeben. Auch ich konnte es einfach nicht mehr abwarten und habe die Skisaison 2017/2017 schon mit Tag 1 und 2 eingeleitet.

Nach meinem Unfall in den Dolomiten und der daraus resultierenden Knie-OP im Juli habe ich ein Ziel niemals aus den Augen verloren: ich wollte unbedingt zum Saison-Opening im Oktober wieder auf zwei Brettern stehen! Dass dieses Ziel recht überambitioniert war, stellte sich ziemlich schnell heraus, aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Ich wollte es unbedingt vor Weihnachten 2017 noch auf die Piste schaffen!

An dieser Stelle ist nach vielen vielen Fragen, Genesungswünschen und Daumen drücken auf Social Media nun endlich der Zeitpunkt gekommen ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Deswegen gibt es heute für euch meine Story 2017: vom OP Tisch auf die Skipiste: Teil 1.

Vom OP-Tisch auf die Skipiste

Im vergangenen Jahr manifestierte sich in meinem Kopf die Idee im Sommer 2017 mehrere Gipfel zu erklimmen. Unter anderem sollte es die Zugspitze und der Großglockner sein. Kein leichtes Ziel für eine Hamburger Deern, aber eine Herausforderung auf die ich mich akribisch und mit großer Leidenschaft vorbereitete. Hinzu kam, dass ich ein zweites Mal die Alpenüberquerung laufen und endlich die Watzmann-Überquerung meistern wollte. Als ich dann von Bergans eingeladen wurde beim Projekt Gipfelglück im Juni auf den Großglockner zu steigen gab  kein Halten mehr und es war klar: der Sommer 2017 sollte mein Bergsommer werden! Beruflich lief es gut, auch privat gab’s kein Grund sich zu beschweren. Alles in allem begann mein Jahr mit einem angenehmen Flow – bis sich plötzlich mit einem lauten Knall das Leben einmischte.

Beim Zustieg in den Dolomiten stürzte ich und meine Kniescheibe verabschiedete sich – mit ihr der Knorpel und das MPFL Band meines linken Knies. Ich kletterte zunächst weiter und quälte mich mit dem MTB noch den Berg bis zu Dolomitenhütte hinunter. Allerdings war schnell klar, dass ich wohl eher ein Fall für den Heli gewesen wäre. Nachdem ich mich selbst die 10h von Lienz nach Kassel zurück gefahren hatte, war nach einem Besuch in der Notaufnahme klar, dass mein Knie ziemlich gelitten hatte und ich um eine kurzfristige Knie-OP nicht herum kommen würde.

Anekdote meiner Heimfahrt: ich hielt in regelmäßigen Abständen beim Restaurant zum Goldenen M um mangels Kühlpad mit Getränkeeis mein Knie zu kühlen. – Not macht erfinderisch. 😉

 

Was führt mein Leben da gerade im Schilde?

In dem Moment, indem mir der Orthopäde meine Diagnose mitteilte brach für mich eine Welt zusammen. Man sieht mich nicht oft weinen, aber an diesem Morgen in der Hamburger Orthopädie-Praxis hat es mir den Teppich unter den Füßen weggezogen. Die Prophezeiung des Arztes: kein Wandern, kein Skifahren und kein Klettern mehr. Kurzum: zukünftig keine kniebelastenden Tätigkeiten.
Ich hab keine Ahnung mehr wie ich an diesem Morgen zurück nach Hause gekommen bin. Ich erinnere mich nur noch daran, wie ich vollkommen fassungslos, wütend und am Boden zerstört Zuhause saß und mir immer und immer wieder die Frage durch den Kopf ging: Was hat mein Leben in Gottes Namen gerade mit mir vor???
Nach Jahren des Kampfes gegen die Depression habe ich in den letzten Jahren endlich meinen Herzensplatz in den Bergen gefunden – meine große Leidenschaft fürs Wandern, Bergsteigen und Skifahren entdeckt und nach und nach gelernt mit der positiven Energie aus den Bergen die dunklen Gedanken in Schacht zu halten. Und nun DAS – was für eine Scheisse!

Day 1 

Am 13. Juli 2017 war dann der große Tag gekommen und ich kam unters Messer. In der Parkklinik Manhagen wurde unter Vollnarkose eine MPFL-Plastik vorgenommen, Splitter aus dem Gewebe entfernt und mein kaputter Knorpel versorgt. Im Voraus hatte ich mir zahlreiche YouTube Videos und OP-Berichte im Internet angeschaut bzw. gelesen, um mich gedanklich auf das Schlimmste einzustellen: Drainage und Schmerzen bis zum Umfallen (wortwörtlich). Aufgrund meiner massiven Angst vor Spritzen hatte ich mich gegen einen Schmerzkatheter entschieden und lies mir einen Nerv im linken Bein betäuben. Das hatte zwar zur Konsequenz, dass ich mein linken Bein die ersten 24h nach der OP nicht bewegen konnte, allerdings sollte ich so vor den schlimmsten Schmerzen verschont bleiben.

Der erste klitzeklein Hoffnungsschimmer im Aufwachraum: eine Drainage hatten sie mir im OP nicht gelegt. Eine ganz besonders nette Geste: an der Wand hing ein Bild vom Tiroler Alpenpanorama. Ich war erstaunt wie gut ich die Narkose verkraftete und mampfte schon noch 1,5h mit großem Appetit mein Käsebrot zum Abendessen.

Nach zwei Nächten in der Parkklinik wurde ich entlassen. Gott sei Dank waren meine Eltern nach Hamburg gekommen um mich nach Hause zu fahren, denn in dem Moment als ich die vertrauten vier Wände des Krankenhauses verlies empfing mich die grausame Realität mit einem heftigen Schlag: das Einsteigen ins Auto mit Krücken und einem steifen Bein war ein Kampf, jeder Gang auf die Toilette musste im Voraus geplant werden und die aller größte Herausforderung für mich als Nadelhasser: die Insulin-Spritzen, die ich mir zwei Wochen lang jeden Abend selbst setzen musste.

Das Leben nach der OP

Ich quälte mich 2 mal die Woche zur Physiotherapie und versuchte täglich vor die Tür zu gehen und mich im Rahmen meiner Möglichkeiten zu bewegen. Es stellte sich eine gewisse “Krankheitsroutine” ein und ich war positiv überrascht: die Schmerzen hielten sich, zumindest tagsüber, in Grenzen. Die Nächte hingegen waren der absolute Horror, ich schlief kaum, hatte Schmerzen und meine Gedanken verselbstständigten sich: was wenn ich nie wieder laufen können würde?

Es ging mir psychisch immer schlechter. Mir fehlte die körperliche Bewegung, die Leichtigkeit des Alltags und es setzte mir schwer zu, dass all meine Bergpläne, auf die ich so lange hintrainiert hatte, von einem Tag auf den andern in ungreifbare Ferne gerückt waren.
Und dann kam dieser Abend, an dem ich fix und fertig von der Physiotherapie nach Hause kam. Es hatte geregnet, ich konnte aufgrund der Krücken keinen Schirm halten und meine Regenjacke lag Zuhause – wie ein begossener Pudel kam ich Zuhause an, leerte den Briefkasten und hielt meine sofortige fristlose Kündigung in den Händen.

… Fortsetzung folgt …

Stell dir mal vor …

Stell dir mal vor, du bräuchtest keine Bestätigung mehr von außen.
Stell dir mal vor, du müsstest nichts mehr in Kategorien einordnen, sondern wüsstest intuitiv, dass du mit Wahrhaftigkeit immer die beste Karte in der Hand hast.

And then – you go from there.
Spannend.
Entspannend und Lebensbejahend.

Die Zeit ist ein Gefährte

Jemand hat mal zu mir gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wieder kommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. ❤️🙏🏼🌟

#jeanlucpicard