Berchtesgaden my Love

Letztes Jahr habe ich euch schon davon erzählt, dass ich mein Herz verloren habe. An einen Ort so anders als Hamburg. Ich habe versprochen wieder zu kommen, und ich habe es getan. Es ging nicht anders. Ich MUSSTE einfach. Auch dieses Jahr stand es wieder groß und fett in meinem Kalender: BERCHTESGADEN my Love. <3 

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Nachdem wir den Plan auf den Großglockner zu steigen aufgrund von Schneeverhältnissen im Juli (!!!) relativ kurzfristig verschoben haben, war unser neues Ziel schnell klar: der Watzmann. Ein Zeitpunkt war schnell gefunden, also packe ich mir meinen Wanderfreund und los ging es mit dem Sommerticket ganz bequem und mit der Bahn in die Berge.

Wir hatten letztes Jahr gelernt, dass man nicht gleich aus dem Auto auf den Berg steigen sollte, also buchten wir uns eine Nacht ins Hostel ein und testeten im neuen Watz, ob das Berchtesgadener Brauhaus noch genauso gute Dienste leistet wie im letzten Jahr. Nach dem ein oder anderen Halben konnten wir beruhigt sein: das Bier schmeckt so gut wie immer, einer erfolgreichen Hüttentour stand also nichts mehr im Wege. 🙂

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Nicht ganz so positiv war allerdings die Wettervorhersage für die nächsten Tage: erneutes Umplanen war angesagt, und wir entschieden uns gegen den Aufstieg auf den Watzmann. Klar, auf Teufel komm raus wär auch das möglich gewesen, aber was bringt uns der schönste Aufstieg wenn wir vor lauter Neben und Regen nichts sehen?! Es war also Zeit für Plan B (und es sollte sich in den nächsten Tagen herausstellen, dass auch Plan C und Plan D in Kraft treten sollten … aber dazu später mehr.)

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Am ersten Tag galt es zunächst einmal die Herausforderung zu meisten von Berchtesgaden mit den Öffis rüber nach Österreich zu kommen. Nach insgesamt 3,5h Busfahrt mit nicht vorhandener Klimaanlage durch die wunderschöne Ramsau sehnten wir uns fast schon danach die ersten Kilometern bei schattigen 32Grad zu Fuß zurück legen zu können. Endlich in Saalfeld angekommen ging es dann durch den Wald stetig bergauf über den Jagerstieg hoch zur Peter-Weichenthaler-Hütte auf 1.752m.

Beim Aufstieg begleitete uns stets ein fernes Donnergrollen und oben angekommen erwartete uns nicht nur das erste Hüttenbier in diesem Sommer, sondern auch ein einzigartiges Naturschauspiel: vom Glocknermassiv rollte eine graue Wolkenwand auf uns zu und entlud sich mit großem Getöse direkt vor unseren Augen. Wer braucht da noch einen Fernseher?

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Gestärkt mit dem weltbesten Schnitzel und einem göttlichen Stück Apfel-Schmand-Kuchen bezogen wir unsere Betten und rollten uns glücklich und zufrieden am frühen Abend in unserem Hüttenschlafsack ein. Die erste Etappe war geschafft uns es war ein unglaubliches Gefühl wieder hier zu sein. Die Berge, diese Freiheit – ich habe es so vermisst!

TOURENINFO Etappe 1: Saalfelden – Peter Wiechenthaler Hütte

Die Tour von Saalfelden aus zur Peter-Weichenthaler-Hütte kann bequem als Tagestour gelaufen werden oder dient als perfekter Einstieg in eine mehrtägige Hüttentour durch das Steinerne Meer.

Der Wanderweg beginnt im Tal am Parkplatz Bachwinkel in Saalfelden und verläuft zunächst bei wunderschönen Ausblick über die Leoganger und Loferer Steinberge, Kitzbüheler Alpen bis zur Glocknergruppe, durch den Wald. Wir haben dann auf der zweiten Wegeshälfte für den felsigen Aufstieg über den Jagerstieg entschieden und ich kann es wirklich nur Jedem ans Herz legen! Der Ausblick ist einfach genial. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt.

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Kategorie Outdoor, Travel

Hej hej, ich bin Lisa. Naturkind, sturmverrückt und Surferbraut im Herzen. Solange der Wind mit meinen Haaren spielt und ich dieses unverkennbare Kribbeln der Freiheit in den Fingerspitzen fühle, schlägt meines kleines Herzchen etwas schneller. Ich glaube an die große Liebe, die Seelenheilung durch heißen Kakao und daran, dass meine roten Gummistiefel Superkräfte verleihen. Ohne Kaffee bin ich morgens nicht aus dem Bett zu kriegen und für ein Blaubeermuffin würde ich selbst das Surfbrett links liegen lassen.

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