Be bold and Work out Loud

Schon seit mehreren Jahren habe ich tief in mir drin das Gefühl, immer dem Ruf Anderer zu folgen, statt meinen eigenen Weg zu gehen. Als Hochsensible Persönlichkeit fällt es mir tendenziell eh schwer, achtsam mit meinen eigenen Bedürfnisse umzugehen und obwohl ich das weiß, ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich in erster Linie anderen Menschen beim Verwirklichen ihrer Träume helfe, ich dabei aber meine eigenen Wünsche und Ziele komplett aus den Augen verliere.

Hallo ich bin’s, eine Gießkanne.

Sehr häufig bekomme ich gesagt, dass ich eine absolute Energiebombe bin. Dass ich förmlich überlaufe vor Motivation und Tatendrang. Ich begeistere Menschen im Handumdrehen, reiße sie mit und schaffe es immer wieder aufs Neue, Leute in Richtung ihrer Ziele zu pushen.

Jemand sagte mal zu mir:
„Lisa, du bist meine Gießkanne. Wenn ich mit dir zusammen sitze und wir uns unterhalten, dann fühle ich mich wie ein kleines Samenkorn in der Erde. Ich habe Träume, will wachsen und möchte die Welt entdecken. Aber wenn es dich nicht gäbe, wenn du mich nicht regelmäßig mit deinen motivierenden Worten gießen würdest, dann würde ich eingehen und niemals in voller Blütenpracht die Welt entdecken können.“

Ist das nicht eine wunderschöne Metapher?!
Hallo ich bin’s, eine Gießkanne!
Ich sorge durch regelmäßiges wässern dafür, dass Ideen, Ziele und Wünsche wachsen können und Realität werden.

Der Mut zu wachsen

Nach vielen vielen „Seelen-Gesprächen“ (privat und beruflich) frage ich mich aber mittlerweile: Wenn ich immer nur andere gieße – in welche Richtung wachse ICH?
Wie sehen MEINE Träume eigentlich aus?

Die Antwort ist: ich weiß es nicht.

Aber eins weiß ich: ich möchte mir Zeit nehmen meinen Weg zu finden. Zeit um über Möglichkeiten nachzudenken, Neues auszuprobieren und Träume zu verwirklichen. Ich möchte mutiger werden und mich trauen zu wachsen – in meine eigene, ganz persönliche Richtung.

„Wissen teilen“ statt „Wissen ist Macht“

Um bei der Umsetzung meiner Ziele nicht wieder in alte Muster zu verfallen (Stichwort: der Ruf der Anderen) bin ich seit gestern Teil eines WOL Circles.

Halt. Stop! WOL was?!

WOL steht für Working Out Loud und beschreibt eine Bewegung, die Menschen dazu bringen möchte, persönliche Ziele zu erreichen und das eigene Wissen und die eigene Arbeit sichtbar machen, damit die Gemeinschaft davon profitieren kann.

Der Kerngedanke von WOL ist es, mit Hilfe von Netzwerken individuelle Ziele zu erreichen, indem man seine Angewohnheit selbstkritisch reflektiert und ändert.

Die fünf Grundprinzipien der WOL-Bewegung lauten:

• Beziehungen
• Großzügigkeit
• Sichtbarkeit
• zielgerichtetes Verhalten
• wachstumsorientiertes Denken.

Basierend auf diesen 5 Grundprinzipien geht es nun darum, in sogenannten WOL-Circles, bestehend aus 3-5 Personen, 12 Wochen lang an seinem persönlichen Ziel zu arbeiten.

Wir haben gestern unseren eigenen Circle gestartet und treffen uns von nun an einmal pro Woche, um uns auszutauschen und darüber zu sprechen, wie es so läuft auf dem Weg zu unserem Ziel. Als WOL-Circle unterstützen wir uns gegenseitig, geben Feedback, machen uns Mut und finden Lösungen.
Dabei geht es nicht um das klassische Geben und Nehmen im beruflichen Umfeld, sondern vielmehr um die Investition in Beziehungen. Durch das Teilen von Erfahrungen aus dem eigenen (Arbeits-) Leben, wird jeder aus dem Circle über sein eigenes Umfeld hinaus sichtbar und profitiert gleichzeitig von den Erfahrungen der Anderen.

Don‘t be regular. Be bold. And work out loud.

Unsere heutige Arbeitswelt samt Digitalisierung schreit nach neuen Denkweisen und einem zeitgemäßen Arbeitsumfeld. Doch wie können wir es schaffen Menschen zusammen zu bringen, um offen nach neuen Wegen zu suchen, ohne dass die Angst vorm Scheitern den Fortschritt lähmt?
Auf den ersten Blick scheint mir Working Out Loud eine geeignete Methode und ich bin super gespannt auf das, was in den kommenden 12 Wochen passieren wird und werde berichten. Fortsetzung folgt.

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An dieser Stelle möchte ich noch ein ganz herzliches Dankeschön loswerden: Danke Julia und Jürgen, dass ihr mit dem gestrigen Kick-Off Meeting maßgeblich zur Entstehung zwei neuer WOL-Circe beigetragen habt.

Die beiden kennen sich mit Working Out Loud bestens aus und haben selbst schon mehrer WOL-Circle durchlaufen. Sie begleiten uns als Ansprechpartner durch die kommenden 12 Wochen und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn der Weg zum Ziel doch mal etwas holpriger werden sollte.

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