Autor: Tiffy

Hi – ich bin Lisa, deine Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Marketing, Konzept und Design. Auf den Schultern trage ich einen kreativen Kopf, habe diverse Unternehmen nicht nur entwickelt, sondern auch mit aufgebaut und schreibe schon viele Jahre über Bergabenteuer, Genussgeschichten, Wein und was es sonst noch Schönes gibt.

Business Review 1

Manchmal verändert ein Blick von Außen alles.

Meine Praxiserfahrungen für Dein Business

Wie setzt man eine Marketing-Strategie auf? Wie nutzt man die Sozialen Medien als Kommunikations- und Vertriebskanal? Ist die Geschäftsidee überhaupt rentabel? Wie baut man einen Onlineshop auf?

Im Business Review profitierst Du von meiner jahrelangen Erfahrung im Bereich Marketing, Konzept und Design.

Zwei Optionen stehen Dir zur Auswahl.

Option 1

Konkretes Handlungsfeld
+ Nachfass Call

Wir konzentrieren uns auf eine konkrete Problemstellung, z.B. das Instagram strategisch aufbauen, den Online Shop konzipieren, bei Pinterest aktiv werden oder auch welche Aufgaben wie strukturiert und delegieren werden können.

Dabei erarbeiten wir einen Maßnahmenkatalog mit Priorisierung und Timing, den Du im Nachgang Stück für Stück abarbeitest.

Nach 4-6 Wochen telefonieren wir und schauen, wie weit Du gekommen bist, was es nachzusteuern gilt und wo Du noch Unterstützung benötigst.

Zeitansatz: bis zu 3 Std. beim Eingangsgespräch inkl. 30minütiges Nachfasstelefonat 

Das Honorar liegt bei 490 Euro zzgl. MwSt.

Business Review 2

Meine Praxiserfahrungen für Dein Business

Wie setzt man eine Marketing-Strategie auf? Wie nutzt man die Sozialen Medien als Kommunikations- und Vertriebskanal? Ist die Geschäftsidee überhaupt rentabel? Wie baut man einen Onlineshop auf?

Im Business Review profitierst Du von meiner jahrelangen Erfahrung im Bereich Marketing, Konzept und Design.

Zwei Optionen stehen Dir zur Auswahl.

Option 2

Fragen + Feedback

Die zweite Variante wäre ein ‚Ask me everything‘. D.h. Du überlegst Dir im Vorfeld, zu welchen Fragestellungen Du gerne auf meine Expertise zurückgreifen möchtest. 

Dabei kann es kreuz und quer gehen – Deine Fragen geben die Inhalte vor. Ich teile all meine Erfahrungen mit Dir, empfehle Tools und gebe Tipps.

Zeitansatz: bis zu 3 Std. für das Gespräch per Telefon, Skype oder Dein Besuch bei mir.

Das Honorar liegt bei 490 Euro zzgl. MwSt.


Jaeger Le Coultre Masterclass auf dem Weingut Robert Weil

Schweizer Uhrwerke – aus Tradition und Leidenschaft

Die Schweiz ist nicht nur bekannt für die höchsten Weinberge Europas, sondern genießt heute mehr denn je den Ruf als weltweit bester Standort für die Produktion komplizierter mechanischer Armbanduhren höchster Qualität. Hier, inmitten der Schweizer Jura im Vallée de Joux, arbeitet die Manufaktur Jaeger LeCoultre seit 1833 daran, ihrer Kreativität und Leidenschaft weiterzuentwickeln und sich selbst mit filigranster Uhrmacherkunst immer wieder neu zu erfinden.

Rheingauer Riesling – In aller Munde

Schon Kaiser Wilhelm wusste den Rheingau als einzigartiges Anbaugebiet zu schätzen. Er ließ sich 1918 von Dr. Robert Weil edelsten Riesling als weisses Pendant zu den großen Weinen des Bordeaux liefern. Bis heute baut das Weingut in vierter Generation Reben aus und ist mit seinen eleganten und fruchtbetonten Weinen weltweit für kompromisslose Qualität bekannt. Selektive Handlese und ein äußerst schonender Weinausbau im Keller sind nach wie vor obligatorisch bevor der Wein das Gut verlässt.

Pure Eleganz und die Qualität echten Handwerks

Wie bei der Produktion großer Weine, steht auch bei Jaeger LeCoultre Perfektionismus an erster Stelle. Von der Auswahl hochwertigster Materialien, bis zur minuziösen Arbeit an Ziffernblatt und Uhrwerk wird in der Schweizer Manufaktur nichts dem Zufall überlassen. Jedes Kaliber durchlebt einen aufwendigen Fertigungsprozess bis es sich auf den Weg zu seinem neuen Besitzer macht.

Uhren für Weinliebhaber

Was verbindet nun den Winzer mit dem Uhrmacher? Um diese Frage zu beantworten, lud Jaeger Le Coultre in kleiner Runde zur Masterclass auf dem Weingut Robert Weil im Rheingau ein. Auch ich hatte die Ehre, für einige Stunden in die Kunst des Uhrmacherhandwerks eintauchen zu dürfen.

Nachdem alle Teilnehmer spannende Hintergründe zur Geschichte der Schweizer Uhrmanufaktur erfahren durften, stiegen wir hinab in die geschichtsträchtigen Gewölbekeller des Weinguts. Schnell wird klar: Robert Weil und Jaeger LeCoultre haben so einiges gemein und teilen die selbe Vision: Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Finesse und Eleganz zu gleichen Teilen.

Jaeger le Coultre im Rheingau

Am Nachmittag ist es dann soweit und alle Teilnehmer schlüpfen selbst in ihre weißen Kittel, und somit für ein paar Stunden in die Rolle des Uhrmachers. Das Gutshaus wurde eigens zu diesen Zwecken umgestaltet und erinnert mit all den kleinen Werkbänken ein wenig an die traditionellen Uhrmacher-Atelliers im Vallée de Joux.

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Das JLC Kaliber 770

Das Kaliber 770 aus der Jaeger-LeCoultre Geophysic True Second zeichnet sich durch ein besonders Highlight aus: die springende Sekunde, eine technisch höchst komplexe Komplikation.
Zugegebenermaßen, bin ich kein Uhrenexperte – jedoch erzählt der Leiter der Münchner Servicewerkstatt so begeistert von seinem Beruf, dass auch ich binnen kürzester Zeit anfange, eine wahre Begeisterung für die filigranen Uhrwerke zu entwickeln. Vorsichtig löse ich die ersten Schrauben (so groß wie ein Zuckerkorn), hebe die Platine mit der Pinzette ab und löse die Zahnräder aus der Maschinerie. Ich merke schnell: die Arbeit eines Uhrmachers macht Spaß – gilt es doch bei all den keinen Teilen den Überblick zu behalten und ein ruhiges Händchen zu bewahren.

Uhrmacher brauchen Fingerspitzengefühl

Kaum ist alles auseinander gebaut, gilt es die Kleinteile wieder zusammenzusetzen. Und zwar so, dass das Uhrwerk einwandfrei funktioniert! Keine leichte Aufgabe, die manch einen schier zur Verzweiflung bringt: so verschwinden Einzelteile auf nimmerwiedersehen in den Fugen des Parketts, springen unkontrolliert durch die Gegend und sind mit blossem Auge nicht mehr auffindbar. Es braucht viel Ruhe und Zeit – aber irgendwann ist auch das letzte Uhrwerk mit viel Fingerspitzengefühl wieder zusammengesetzt und wir stoßen mit köstlichem Riesling-Sekt auf einen rundum gelungenen Uhrmacherkurs an.

 

* Dieser Beitrag beruht auf einer Einladung seitens Weingut Robert Weil und Jaeger Le Coultre. Vielen Dank für das tolle Event!  / Presseeinladung, unbezahlte Werbung

Unterwegs im Rheingau: Der Rosengarten in Eltville

Warum in die Ferne fahren wenn das Schöne doch direkt vor der Haustür liegt? Treu diesen Mottos, haben wir am vergangenen Wochenende einen kleinen Ausflug ins nahegelegene Eltville gemacht. Die liebenswerte Kleinstadt zwischen Rüdesheim und Wiesbaden, gilt als die Stadt des Weines, des Sektes und der Rosen – Grund genug, die Stadt am Rhein etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Rosengarten

Nach circa 15 Minuten Fahrt von Wiesbaden aus, schlenderten wir ganz entspannt zu Fuß in Richtung Rosengarten: der Zeitpunkt ist gerade günstig, denn die Blüten erstrahlen in den buntesten Farben und der Duft im Innenhof der kurfürstlichen Burg ist bezaubernd. Ein wahres Rosenmeer erstreckt sich zu unseren Füßen und die Kletterrosen erklimmen bis zu 8 Metern hoch, das alte Gemäuer.

Sektmanufakturen in Eltville

Wir verlassen den Rosengarten und laufen weiter am Rhein entlang, gehen am Weinprobierstand vorbei und entdecken zufällig den Firmensitz der Marke “MM Extra Sekt“.
Mitte der dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts begann Matheus Müller wohl als einer der ersten Fabrikanten am Rhein mit der Produktion schäumender Weine nach der „Méthode champenoise“. „MM Extra“ ist heute eine der bekanntesten Sektmarken Deutschlands – aber hättet ihr gewusst, dass der Sekt aus Eltville kommt?!

Nach kurzer Recherche finden wir heraus: auch die 1868 in Berlin gegründete Sektkellerei Schloss Vaux hat mittlerweile ihren Sitz in Eltville. Allerdings müssen wir unseren Besuch bei der Sektmanufaktur auf einen anderen Tag verschieben, da leider das Wetter umschlägt.

Es beginnt zu nieseln und wir laufen zurück Richtung Rosengarten, wo wir uns ein gemütliches Plätzchen auf der überdachten Terrasse des Fähranlegers suchen. Bei einem leckeren Glas Riesling vom Weingut Robert Weil, schauen wir den Schiffen zu, wie sie auf dem Wasser an uns vorbei ziehen und stellen mal wieder fest, wie schön wir es doch haben rund um Wiesbaden. Der Rheingau ist einfach immer eine Reise wert!

 

Be bold and Work out Loud

Schon seit mehreren Jahren habe ich tief in mir drin das Gefühl, immer dem Ruf Anderer zu folgen, statt meinen eigenen Weg zu gehen. Als Hochsensible Persönlichkeit fällt es mir tendenziell eh schwer, achtsam mit meinen eigenen Bedürfnisse umzugehen und obwohl ich das weiß, ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich in erster Linie anderen Menschen beim Verwirklichen ihrer Träume helfe, ich dabei aber meine eigenen Wünsche und Ziele komplett aus den Augen verliere.

Hallo ich bin’s, eine Gießkanne.

Sehr häufig bekomme ich gesagt, dass ich eine absolute Energiebombe bin. Dass ich förmlich überlaufe vor Motivation und Tatendrang. Ich begeistere Menschen im Handumdrehen, reiße sie mit und schaffe es immer wieder aufs Neue, Leute in Richtung ihrer Ziele zu pushen.
Jemand sagte mal zu mir: “Lisa, du bist meine Gießkanne. Wenn ich mit dir zusammen sitze und wir uns unterhalten, dann fühle ich mich wie ein kleines Samenkorn in der Erde. Ich habe Träume, will wachsen und möchte die Welt entdecken. Aber wenn es dich nicht gäbe, wenn du mich nicht regelmäßig mit deinen motivierenden Worten gießen würdest, dann würde ich eingehen und niemals in voller Blütenpracht die Welt entdecken können.”
Ist das nicht eine wunderschöne Metapher?! Hallo ich bin’s, eine Gießkanne! Ich sorge durch regelmäßiges wässern dafür, dass Ideen, Ziele und Wünsche wachsen können und Realität werden.

Der Mut zu wachsen

Nach vielen vielen “Seelen-Gesprächen” (privat und beruflich) frage ich mich aber mittlerweile: Wenn ich immer nur andere gieße – in welche Richtung wachse ICH? Wie sehen MEINE Träume eigentlich aus? Die Antwort ist: ich weiß es nicht. Aber eins weiß ich: ich möchte mir Zeit nehmen meinen Weg zu finden. Zeit um über Möglichkeiten nachzudenken, Neues auszuprobieren und Träume zu verwirklichen. Ich möchte mutiger werden und mich trauen zu wachsen – in meine eigene, ganz persönliche Richtung.

“Wissen teilen” statt “Wissen ist Macht”

Um bei der Umsetzung meiner Ziele nicht wieder in alte Muster zu verfallen (Stichwort: der Ruf der Anderen) bin ich seit gestern Teil eines WOL Circles. Halt. Stop! WOL was?! WOL steht für Working Out Loud und beschreibt eine Bewegung, die Menschen dazu bringen möchte, persönliche Ziele zu erreichen und das eigene Wissen und die eigene Arbeit sichtbar machen, damit die Gemeinschaft davon profitieren kann.
Der Kerngedanke von WOL ist es, mit Hilfe von Netzwerken individuelle Ziele zu erreichen, indem man seine Angewohnheit selbstkritisch reflektiert und ändert.
Die fünf Grundprinzipien der WOL-Bewegung lauten: • Beziehungen • Großzügigkeit • Sichtbarkeit • zielgerichtetes Verhalten • wachstumsorientiertes Denken. Basierend auf diesen 5 Grundprinzipien geht es nun darum, in sogenannten WOL-Circles, bestehend aus 3-5 Personen, 12 Wochen lang an seinem persönlichen Ziel zu arbeiten.
Wir haben gestern unseren eigenen Circle gestartet und treffen uns von nun an einmal pro Woche, um uns auszutauschen und darüber zu sprechen, wie es so läuft auf dem Weg zu unserem Ziel. Als WOL-Circle unterstützen wir uns gegenseitig, geben Feedback, machen uns Mut und finden Lösungen. Dabei geht es nicht um das klassische Geben und Nehmen im beruflichen Umfeld, sondern vielmehr um die Investition in Beziehungen. Durch das Teilen von Erfahrungen aus dem eigenen (Arbeits-) Leben, wird jeder aus dem Circle über sein eigenes Umfeld hinaus sichtbar und profitiert gleichzeitig von den Erfahrungen der Anderen.

Don‘t be regular. Be bold. And work out loud.

Unsere heutige Arbeitswelt samt Digitalisierung schreit nach neuen Denkweisen und einem zeitgemäßen Arbeitsumfeld. Doch wie können wir es schaffen Menschen zusammen zu bringen, um offen nach neuen Wegen zu suchen, ohne dass die Angst vorm Scheitern den Fortschritt lähmt? Auf den ersten Blick scheint mir Working Out Loud eine geeignete Methode und ich bin super gespannt auf das, was in den kommenden 12 Wochen passieren wird und werde berichten. Fortsetzung folgt.

– unbezahlte Werbung –

An dieser Stelle möchte ich noch ein ganz herzliches Dankeschön loswerden: Danke Julia und Jürgen, dass ihr mit dem gestrigen Kick-Off Meeting maßgeblich zur Entstehung zwei neuer WOL-Circe beigetragen habt.

Die beiden kennen sich mit Working Out Loud bestens aus und haben selbst schon mehrer WOL-Circle durchlaufen. Sie begleiten uns als Ansprechpartner durch die kommenden 12 Wochen und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn der Weg zum Ziel doch mal etwas holpriger werden sollte.

Wie kommt die Traube in die Flasche?

Wein kann ich. Praktisch. Theoretisch nicht so wirklich. Deswegen mache ich mich diesen Herbst auf die Suche nach dem Ursprung des guten Tropfens und versuche herauszufinden, wie die Traube in die Flasche kommt.

Klar könnte ich mich hierzu quer durchs Internet lesen, ich bin aber schon immer ein sehr praktisch veranlagter Mensch. Und weil der Lieblingsmensch passender Weise Winzer ist, durfte ich die letzten Tage ein Mini-Praktikum im Weingut Balthasar Ress machen.

Das Wein-Jahr

Die Reise des Weins beginnt am Rebstock. Ein altes Winzersprichwort sagt: “Der Wein wird im Weinberg gemacht.” Während die Reben im Winter schlafen, werden sie im Frühjahr stabilisiert und beim Wachstumsprozess unterstützt. Im Sommer wird es dann das erste Mal spannend: aus den Blüten werden einzelne kleine Mini-Beeren und die Blätter werden teilweise gezielt  vom Rebstock entfernt, sodass die Sonne ihren Weg zu den Trauben findet und ganze Arbeit leisten kann.

Sobald sich der Sommer zum Ende neigt und der Herbst vor der Tür steht, beginnt auf den Weingütern die Hochsaison. Jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Das Wetter wird engmaschig beobachtet und jeder Winzer wartet auf den Tag der Tage wenn der Startschuss für die Weinlese fällt.

Zum Zeitpunkt der Ernte müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Werden die Trauben zu früh geerntet, geht der Winzer das Risiko ein, dass sie noch nicht komplett ausgereift sind. Wartet der Winzer zu lange, steigt die Gefahr, dass die Trauben durch Wettereinflüsse anfälliger für Fäule werden. Generell gilt: je mehr Sonne die Trauben abbekommen haben, desto höher ist der Zuckergehalt. Je mehr Zucker, desto mehr Alkohol.

Die Weinlese 2018 beginnt so früh wie nie

Aufgrund des heißen Sommers, fällt der Startschuss in diesem Jahr besonders früh. Fast 3 Wochen früher als gewohnt, beginnt die Weinlese 2018 und alle packen mit an: die Trauben müssen gelesen werden, bevor das Wetter umschlägt bzw. sie anfangen zu faulen. Geerntet wird entweder ganz traditionell in Handarbeit oder mit der Maschine.
Der Maischewagen hinten am Traktor ist schnell gefüllt und alle sind erleichtert: die Trauben sind kerngesund.

Handlese vs. Ganztraubenpressung

Vom Weinberg aus werden die Trauben zur Weiterverarbeitung ins Weingut gebracht. Während die weißen Trauben vollkommen unversehrt im Ganzen in die Presse wandern (Ganztraubenpressung) und nur der Saft vergoren wird, werden die roten Trauben von Hand entrappt, sortiert und in Holzfässer gefüllt, wo die zerquetschen Trauben samt Schale in der Maische das Gären anfangen.

Everything happens for a Riesling

Bevor wir jetzt aber im Keller abtauchen und uns weiter mit der Herstellung von Wein beschäftigen, muss eine wichtige Frage geklärt werden: Was genau hat es eigentlich mit diesem Riesling auf sich, über den immer alle reden?

Ich hab da mal nachgefragt: der Riesling ist die am häufigsten angebaute Rebsorte in Deutschland und wird deswegen auch die “Königin der Weißweine” genannt. Besonders wohl fühlt er sich in sonnigen Weinbergslagen entlang von Flüssen – womit auch die Frage beantwortet ist, warum 80% der im Rheingau verfügbaren Rebfläche von Riesling beansprucht wird. Aus der Riesling-Traube können die unterschiedlichsten Weine entstehen. Vom “Küchenwein” bis hin zum erlesenen Prädikatswein – der Riesling hat viele Gesichter und aufgrund des natürlichen Säuregehalts eignet sich die Rebsorte sogar zur Herstellung von Sekt.

Soweit der theoretischen Teil. Kommen wir zurück zur Praxis.

Die Geheimnisse der Riesling Herstellung

Das Vorklären
Nach dem Pressen sind im Traubenmost noch die sogenannten Trubteilchen. Um diese zu entfernen, füllt der Kellermeister den Most in Stahltanks, wo er über mehrere Stunden hinweg sich selbst überlassen wird, sodass sich die Trubteilchen langsam absetzen können. Im Anschluss kann das Klare ganz einfach abgezogen werden und ist bereit für die Gärung.

Die Gärung
Durch die im Fruchtsaft enthaltene Hefe setzt bei passender Temperatur der natürliche Gärungsprozess ein (Spontangärung) und der Fruchtzucker verwandelt sich nach und nach in Alkohol und Kohlendioxid.
Teilweise wird der biochemische Gärprozess mit dem Zusatz von Weinhefe unterstützt, um die Umwandlung von Zucker zu Alkohol kontrolliert zu beeinflussen. Ein entscheidender Faktor bei diesem Prozess ist die Temperatur. Da bei der Gärung neben Alkohol auch Wärme entsteht, werden die Stahltanks im Weinkeller dauerhaft gekühlt und die Temperaturen regelmäßig kontrolliert.
Das Kohlendioxid entweicht aus den Tanks über die sogenannten Gärtrichter.

Wichtig: CO2 ist geruchlos, unsichtbar und kann zur Kohlendioxid-Vergiftung oder sogar, aufgrund von Sauerstoffmangel, zur Erstickung führen.
Was lernen wir daraus? Es gibt keinen ungefährlichen Weinkeller!

Gut Ding braucht Weile

Jetzt heißt es abwarten: der Wein reift bis zu 12 Monaten in den Stahltanks, bis er in Flaschen abgefüllt wird. Teilweise werden die neuen Weine erst kurz vor der nächsten Ernte abgefüllt und gehen dann Mitte September in den Verkauf. Es bleibt also spannend in den nächsten Monaten und ich bin gespannt, wie “mein” Wein schmeckt, wenn ich im nächsten Jahr die erste Flasche köpfen darf!

* Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Team vom Weingut Balthasar Rees in Hattenheim. Herzlichen Dank noch mal, dass ihr all meine Fragen so geduldig beantwortet habt und Danke auch dafür, dass ich mit anpacken durfte!

 

Vom Gestell zur individuell gefertigten Brille

Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich täglich Kontaktlinsen trage. Folglich kommt meine Brille eher selten zum Einsatz. Dennoch gibt es diese “Jogginghosen-Momente” wenn ich abends nach Hause komme oder am Wochenende Marathon auf Netflix laufe, in denen ich einfach keine Lust auf Linsen habe und eine Brille mit zum Rundum-Wohlwohl-Outfit gehört. Denn Fakt ist: eine Brille belastet die Augen nicht, wenn sie korrekt auf die jeweilige Sehstärke abgestimmt ist. Eine individuell angefertigte Brille übernimmt also quasi die Funktion der Linse ohne das Auge zusätzlich zu belasten.

Voraussetzung dafür: ein Gestell das von einem Fachmann angepasst wird und wie angegossen auf der Nasenspitze sitzt! Deswegen empfehle ich als langjähriger Brillenträgerin den Gang zum Optiker: der berät nicht nur persönlich bei der Auswahl des Gestells, sondern kann die Brille schlussendlich auch individuell anpassen.

Wie ich mein perfektes Brillengestell bei Filia76 gefunden habe, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Das Sehprofil

Wenn ihr also das perfekte Gestell ausgesucht habt, geht’s ans Finetuning: zunächst einmal wird ein sogenanntes Sehprofil angelegt. Das tut weder weh, noch ist es kompliziert. Bei Filia76 zum Beispiel, bekommst du einige Fragen zu deinem Alltag und Sehverhalten gestellt:

  1. Wie viel Zeit verbringst du am Rechner bzw. Handy?
  2. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus (Schreibtisch, Rechner, Maschinen …)?
  3. Wie gestaltet sich dein Leseverhalten – Liest du eher digitale oder Print-Medien? Bevorzugst du dabei eine sitzende oder liegende Körperposition?
  4. Fährst du Auto?
  5. Bist du lichtempfindlich?
  6. Siehst du Doppelbilder?
  7. Trägst du Kontaktlinsen?

Daraus lassen sich ganz individuelle Ansprüche an deine neue Brille ableiten. Einfache Fragen, die also einen großen Unterschied machen können und einen entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu deiner individuell gefertigten Brille darstellen.

Die Sehstärkenbestimmung

Der Sehtest kann entweder beim Augenarzt oder vor Ort beim Optiker durchgeführt werden. Der Test empfiehlt sich immer dann, wenn Beschwerden oder Einschränkungen beim Sehen auftreten. In der Regel ist das Ergebnis der Messung dann ein positiver oder negativer Wert (Weitsichtigkeit/Kurzsichtigkeit). Zudem wird das Auge auf eine Hornhhautverkrümmung überprüft und nicht nur jedes Auge einzeln, sondern auch das Zusammenspiel beider Augen gecheckt.

Tipp:
Es empfiehlt sich, den Sehtest gleich morgens zu machen. (Gerade Kontaktlinsen-Träger achten bitte darauf, die Linsen erst nach dem Test einzusetzen.)
Warum? Weil dann das Auge noch frisch und munter ist und somit zuverlässige Werte gemessen werden können.

Liegt eine Fehlsichtigkeit vor, kann diese mit einer Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Die korrekte Messung im Voraus ist also essenziell, um auf Basis der sogenannten Korrektionswerte die neue Brille perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

Schritt 1: Die Vormessung (objektive Messung)

Die objektive Augenmessung dauert nur wenige Minuten: bei Filia76 wird man dazu in ein Nebenzimmer gebeten, setzt sich hin und schaut durch das sogenannte Refraktometer. Indem der Optiker dann die vorgeschalteten Linsen scharf stellt erkennt er, wie viel Korrektur bei der vorliegenden Fehlsichtigkeit benötigt wird. Früher erfolgte das Scharfstellen noch manuell, heute machen das modernste Geräte ganz von alleine. Deswegen wird dieser Teil des Sehtest mittlerweile auch als Computersehtest bezeichnet.

Wichtig:
Die automatische Messung mit dem Refraktometer ist immer nur ein grober Richtwert! Der Computersehtest ist also keine zuverlässige Sehstärkenbestimmung und der Optiker bzw. Augenarzt sollte die Ergebnisse immer anhand einer subjektiven Messung kontrollieren.

Schritt 2: Die Sehstärkenbestimmung (subjektive Messung)

Die subjektive Augenmessung ist etwas aufwändiger als die erste Messung und das Verfahren, welches wir meist im Sinn haben, wenn wir an einen klassischen Sehtest denken: auf Tafeln oder Projektionen werden Buchstaben in unterschiedlicher Größe eingeblendet, die vorgelesen werden müssen. Dabei setzt man eine Messbrille auf, die zwar reichlich komisch ausschaut, aber ihren Zweck durchaus erfüllt: von der Seite schiebt der Optiker immer wieder neue Gläser mit verschiedenen Sehstärken in das Gestell, bis der Blick auf die schwarzen Zeichen optimal geschärft ist und die perfekten Messwerte gefunden sind.

Schritt 3: Die Augeninnendruck Messung

900.000 Deutsche leiden unter Grünem Star. Bei dieser Erkrankung schädigt ein hoher Druck innerhalb des Auges den Sehnerv und kann im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung führen.
Als reine Früherkennungsmaßnahme zählt die Messung des Augeninnendrucks in Deutschland zu den individuellen Gesundheitsleistungen und wird von der Krankenkasse nicht übernommen – Kostenpunkt ca. 20,00€. Bei Filia76 gehört Prävention mit zum Service: wer einen Sehtest machen lässt, bekommt automatisch auch die Möglichkeit seinen Augeninnendruck überprüfen zu lassen.

Schritt 4: Die Zentrierung der Brillengläser

Wenn das Gestell ausgesucht und alle Werte notiert sind, fehlt noch ein letzter wichtiger Schritt.
Damit die Gläser bei der Brillenfertigung millimetergenau in die Fassung eingearbeitet werden können, müssen der Augenabstand und die Einschleifhöhe bestimmt werden. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Bei Filia76 wird einfach das Brillengestell auf die Nase gesetzt und mit Hilfe eines Tablets zwei Fotos gemacht, die automatisch alle Werte digital ermitteln.

Nach ungefähr 45 Minuten sind die Messungen abgeschlossen und der Optiker hat alle Informationen die er braucht, um die auserkorene Brillenfassung individuell anzupassen. Nun beginnt der aufwändige handwerkliche Prozess: in der hauseigenen Werkstatt wird das Rohglas angepasst und in mühevoller Handarbeit eingesetzt.
Für mich heißt es also an dieser Stelle noch etwas Geduld, bis ich meine individuell angepasste Brille endlich mit nach Hause nehmen kann.

* in freundlicher Zusammenarbeit mit Filia67 / Kooperation, unbezahlte Werbung

 

 

 

 

Wandern durch die Höllentalklamm

Wandern durch die Höllentalklamm – das stand schon seit langem auf meiner Wunsch-Liste, denn alles was ich bislang darüber gelesen hatte versprach ein märchenhaftes Naturspektakel. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Eigentlich hatte ich diese Tour immer als erste Etappe meiner 2-tägigen Zugspitzbesteigung geplant, da die aber noch ein bisschen auf mich warten muss, haben wir einfach eine gemütliche Tagestour draus gemacht. Das Ziel: Einmal Kaiserschmarren essen auf der Höllentalangerhütte und zurück.

Von Ehrwald aus machen wir uns am frühen Vormittag los in Richtung Garmisch-Patenkirchen, wo wir am Ortseingang von Hammersbach das Auto auf dem Wanderparkplatz abstellen (kostenpflichtig!). Von dort aus folgen wir den Beschilderungen in den Ort hinein und biegen nach kurzer Gehzeit an der Hammersbach Hütte auf den Wanderweg in Richtung Höllentalangerhütte ein. Zu Beginn der Tour laufen wir immer am Hammersbach entlang, aber schon bald überqueren wir eine Brücke und der Weg beginnt sich steil den Berg hinauf zu schlängeln. Wir kommen ordentlich ins Schwitzen – wohl dem, der langsam los wandert, denn es sollte sich herausstellen, dass noch einiges an Höhenmetern auf uns warteten!

Der erste Anstieg sollte nicht der letzte bleiben …

Nachdem der erste Anstieg geschafft ist, erreichen wir eine Forststrasse und der Weg wird wieder flacher. Auch der Wildbach läuft nun wieder parallel zum Wanderweg. Einige Uferstellen würden sich ganz wunderbar zum Baden anbieten, aber wir gehen weiter, schliesslich haben wir noch einiges vor uns. Vorbei an zwei Materialseilbahnen führt uns der Weg durch den Wald nochmals ein Stück bergauf, bis sich plötzlich die Bäume lichten und wir weit über das Höllental zurück blicken können. Was ein Ausblick!
Wir legen die letzten Meter über Stufen und Serpentinen zurück und stehen nach ca. einer Stunde Gehzeit ganz plötzlich vor einer kleinen Hütte, die samt ihrer Terrasse schier am Felsen festzukleben scheint: der Eingang der Höllentalklamm.

Eintritt für die Höllentalklamm

Wer durch die Klamm wandern möchte, muss Eintritt zahlen. Wenn man weiß warum, zahlt man diesen auch gerne: Die Höllentalklamm liegt direkt zwischen zwei Gebirgskämmen und es führen von beiden Seiten jeweils 3 große Lawinengebiete in die Klamm. Das heißt nicht nur, dass eine Begehung der Klamm im Winter vollkommen ausgeschlossen ist, sondern bedeutet auch, dass die Höllentalklamm jedes Frühjahr aufs neue mit einem erheblichen Aufwand durch professionelle Wegebaufirmen von Schnemassen bis zu 70m Höhe befreit wird. Ich mein: siebzig Meter Schnee – das muss man sich mal vorstellen!
Bevor die Saison startet, werden Jahr für Jahr alle Schäden beseitigt, sowie die Wege, Brücken und Tunnelanlangen abgesichert, dass Wanderer wie wir sicheren Fußes in den Sommermonaten von A nach B kommen. Da zahlt man doch gerne 5,00€ Eintritt, oder?! (Kleiner Tip: DAV Mitglieder zahlen sogar nur 2,00€, also Ausweis nicht vergessen.)

Wandern durch die Höllentalklamm

Nachdem wir den Eingang passiert und unsere Regenjacken angezogen haben, geht es endlich los und wir laufen schnurstracks rein, in ein unglaublich beeindruckendes Naturspektakel: der Hammersbach sucht sich als reißender Wildbach seinen Weg durch den Berg. In tosenden Wasserfällen wälzen sich die Wassermassen durch die engen Schluchten. Ich fühle mich ganz klein und doch so großartig.

Oberhalb des reißenden Flusses wurde ein Weg in den Berg gesprengt, der teilweise durch enge Tunnel und dunkle Stollen führt. Der Weg ist zur Schlucht hin mit Stahlseilen befestigt, allerdings bin ich heilfroh, dass wir festes Schuhwerk anhaben, denn das Wasser ist überall und die schmalen steinigen Wege über die wir laufen sind rutschig und glitschig.
Felsen strecken sich weit über unseren Köpfen dem Himmel entgegen und das Wasser spritz von allen Seiten. Alles ist feucht und ich bin heilfroh, dass wir die Fleecepullover und Regenjacken angezogen haben. Wir laufen immer weiter in die Klamm hinein und wechseln an zwei Stellen sogar über kleine Brücken die Klammseite. Ich kann mich gar nicht satt sehen, ich finde es atemberaubend schön.

Nach etwa einem Kilometer erreichen wir das Ende der Höllentalklamm und sind zurück am Tageslicht. Ein letztes Mal überqueren wir eine Brücke und befinden uns nun in der Betonrinne, die früher einmal zu einem Wasserkraftwerk gehört hat. Große Felsbrocken liegen überall verteilt und laden zur Brotzeit ein. Wir tauschen aber nur die Regenjacken gegen trockenes Gewand und machen uns weiter in Richtung Höllentalangerhütte. Noch ein letztes Mal schlängelt sich der Weg in Serpentinen steil bergauf und langsam werden die Beine müde, aber da wird es auch schon wieder flacher und vor uns erstreckt sich mit einem gewaltigen Ausblick das obere Höllental.

Die letzten Meter gehen wir wieder am Fluss entlang und erreichen nach ca 2,5h Gehzeit die Höllentalangerhütte. Da es recht frisch ist, machen wir es uns in der neu erbauten Hütten gemütlich und lassen uns den Kaiserschmarren so richtig schmecken bevor wir den Rückweg antreten.

Die Höllentalangerhütte

Die Höllentalangerhütte ist schon seit 1893 für erfahrene Bergsteiger der ideale Ausgangspunkt, um die Zugspitze von ihrer anspruchsvollen Seite über die berühmte Höllentalroute zu besteigen. In den ersten 100 Jahren gab es aufgrund von Lawinen und anderen Natureinflüssen zahlreiche Reparaturarbeiten. Aber auch die steigenden Besucherzahlen machten immer wieder zahlreiche An- und Umbauten notwendig.
Im jähr 2013 musste die ursprüngliche Höllentalangerhütte leider abgerissen werden, da sie nicht mehr den heutigen Anforderungen und Richtlinien entspräche. An ihrer Stelle wurde zwei Jahre lang die neue Höllentalangerhütte gebaut, die seit 2017 sogar mit dem Umweltgütesiegel der Alpenvereine ausgezeichnet wurde.
Wen es genauso interessiert wie mich: das Bayrische Fernsehen hat dazu eine Reportage produziert, die man sich nach wie vor hier in der Mediathek anschauen kann.